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Berlin - Gewalt gegen Polizisten: Splittersprengsatz gezündet
war_is_illegal
Berliner Morgenpost titelt:
Gewalt gegen Polizisten: Splittersprengsatz gezündet


Berliner Kurier:
Droht jetzt ein Straßenkampf?
Polizeigewerkschaft nennt die Täter
„Mörderbande, die hart an der Grenze zum Terrorismus arbeitet“

Gewalt muss grundsätzlich abgelehnt werden

Videos zum abscheulichen und abzulehnenden Vorfall
während der Kapitalismuskrise-Demo in Berlin am 12. Juni

http://www.youtube.com/watch?v=oz072UNb4sA

http://www.youtube.com/watch?v=NyMYEzvnFLY



In den Medien wird jetzt zunehmend versucht, den Eindruck zu vermitteln,
es handele sich bei abscheulichen Vorfall um eine Gewalttat, die eindeutig
von den Demonstranten ausgegangen sei.
Dies ist jedoch in keiner Weise nachgewiesen.
Vor diesem Hintergrund deshalb ein kurzer Rückblick auf fragwürdige
Gewalteskalationen in der Vergangenheit:

http://war-is-illegal.livejournal.com/90293.html





April 2009  NATO-Gipfel  - Straßburg

Hier Auszüge aus einem Bericht bei Telepolis:

Anderthalb Stunden für vermummte Brandstifter

In Pressemeldungen wird es später heissen, dieses Hotel (IBIS) habe ab circa 14.30 Uhr in Flammen gestanden, was sich ungefähr mit dem Zeitpunkt deckt, als ich unter den sich sammelnden Demonstrationsteilnehmern erstmals die Worte "Hotel Ibis" aussprechen hörte. Was aber auch bedeutet, wie mein Strasbourger Freund Roland kalkuliert, "daß in dem Hafenviertel mindestens anderthalb Stunden vergangen sind, ohne dass irgendwelche Ordnungshüter eingegriffen hätten". Er hatte sich zufällig um die Mittagszeit – beim Warten auf eine Verabredung - in räumlicher Nähe jener Gruppen von einigen Dutzend Schwarzvermummten befunden, die darauf und dran gingen, Feuer zu legen; bevor er es vorzog, sich (laut eigenen Worten mit dem Gedanken "Das wird übel enden" im Kopf) rasch zu entfernen. Roland meint, er habe die Schwarzvermummten überwiegend Deutsch sprechen hören. -


Anderthalb Stunden lang hatten vermummte Brandstifter, ob es sich nun um sich selbst für geniale Rrrrrevolutionäre handelnde Menschen, Autonome oder aber (wie manche Anwesenden alsbald mutmassen) um bezahlte oder unbezahlte Provokateure oder sonst wen handeln möge, in aller Ruhe im Hafenviertel schalten und walten können.

Die Stadt ist mit Polizei überzogen, es befinden sich rund 40.000 Beamte, sieben Helikopter, sechs Aufklärungsflugzeuge vom Typ AWACS, französische CRS-Einheiten mit CS-Gaspatronen und Gummigeschossgewehren, deutsche Wasserwerfer (mit Aufschrift "H III") undundund... im Einsatz. All dieses Arsenal bekommen wir im Laufe dieses Samstag Nachmittag noch zu sehen.

"Heute haben wir es ihnen aber gezeigt!"

Die These von den "bezahlten oder objektiven Provokateuren" wird alsbald die Runde machen. Doch man sollte mit solchen Mutmassungen äußerst vorsichtig sein, zumal sie in der jüngeren Geschichte gar zu oft angestellt wurden – auch beispielsweise (chronisch) durch die französische oder italienische KP in der Vergangenheit, wenn es darum ging, links von ihnen stehende und radikaler agierende Kräfte blitzschnell als "Agenten der Bourgeoisie" abzuqualifizieren. Insofern hat die Provokateursthese eine ungute historische Tradition.

Allein, es GIBT tatsächlich Provokationen und Provokateure, und bisweilen ergibt dies ja aus Sicht eines Sicherheits- und Repressionsapparats ja auch Sinn. Auch ohne bewusst als solche handelnde 'Agents provocateurs' scheint es aber in dieser Demo Menschen gegeben zu haben, die ein solches Agieren befürworteten und "klasse" fanden. ...................


"Verräter, Kollaborateure"

...............Aber aus der Menge dahinter ertönen Rufe, die diese Aufforderung als Akt von Verrätern einstufen. Man hört unter anderem: "Collabos! Collabos!" (Kollaborateure) Die Polizei hatte lt. Lautsprecherdurchsage zunächst von "fünf Minuten" gesprochen, aber die Zeit zieht sich in die Länge.

http://www.heise.de/tp/r4/artikel/30/30085/1.html



Demonstrationen in Athen 2008

Griechisches Fernsehen entlarvt Provokateur

29. Dez. 08

Im griechischen Fernsehen wurden Filmaufnahmen präsentiert, die Personen zeigen, die während der Proteste in Athen Geschäfte demolieren und wenig später in den Reihen der Polizei stehen und sich mit anderen Polizisten unterhalten.
Bereits während der ersten Tage der Auschreitungen in Athen hatte es dementsprechende Berichte gegeben

VIDEO
http://www.youtube.com/watch?v=2RSXXkxJauw


 


G8 Gipfel Heiligendamm 2007

Natürlich dementiert die Polizei, daß ihre Leute als Provokateure agieren. Selbst die Meldungen von Medien wie "Die Welt“ und anderer stellten die Beobachtungen der Demonstranten über die provokatorischen Aktivitäten der Zivilpolizisten nicht in Frage. Andere allerdings wie z.B. die „FAZ“ versuchen bis zum heutigen Tage die Angelegenheit völlig zu vertuschen. Das „Neue Deutschland“ hielt es noch am 9.6.2008 für angebracht, verwunderte Fragezeichen zu verwenden („Schafft Polizei selbst Grund für Eingreifen?“ hieß die Überschrift des betr. Artikels).
Selbstverständlich muss man gleichzeitig davon ausgehen, dass ein Teil des "Black Blocks" aus authentischen gewaltbereiten Aktivisten besteht, die jedoch zusammen mit den eingeschleusten Provokateuren in die Hände der Polizei arbeitet und kostenlos die gewünschten Bilder für dei Medien liefert.



Demonstrant beschuldigt verdeckten Zivilpolizisten als Aufwiegler

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,487554,00.html

 



http://stern.de/politik/deutschland/:G8-Blockade-Zivil-Polizisten-Steinewerfer/590633.html

Zivil-Polizisten als Steinewerfer?

Wenn sich die Vorwürfe bestätigen sollten, bekommen die Sicherheitsbehörden ein Problem: Angeblich haben sich bei der Blockade von Heiligendamm Polizisten in Zivil unter die Demonstranten gemischt und sie zum Steine werfen aufgefordert. Die Sondereinheit Kavala bestreitet die Aktion




www.wsws.org/de/2007/jun2007/rost-j05.shtml

Wie 2001 bei den Anti-G8 Protesten in Genua in Italien spielte auch in Rostock der so genannte "Schwarzen Block" von Autonomen eine völlig zweifelhafte Rolle bei den Auseinandersetzungen mit der Polizei. Bei den Untersuchungen zum Tod eines Demonstranten in Genua 2001 kam heraus, dass die italienische Polizei den "Schwarzen Block" mit ihren Agenten infiltriert hatte und sich auf diese Provokateure stützte, um Unruhen auszulösen. Diese Auseinandersetzungen lieferten den Staatskräften dann den Vorwand, auf rücksichtslose und blutige Weise gegen die Gipfelgegner vorzugehen.

Es ist bekannt, dass auch die deutschen Geheimdienste in der Vorbereitung auf den G8-Gipfel die Infiltration der autonomen Gruppen verstärkt haben. So meldete Der Spiegel am 14. Mai, der Verfassungsschutz habe die Globalisierungskritiker seit Anfang des Jahres zum "operativen Beschaffungsschwerpunkt" gemacht: "Sämtliche Vorbereitungstreffen werden beobachtet, die beteiligten Gruppen durch V-Leute unterwandert."




Spiegel berichtet über verdeckte Kräfte innerhalb der Autonomen

+++ Vorwürfe gegen Polizei +++

[21:37] Der Anwaltliche Notdienst der Demonstranten erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizei. Demnach sollen während der Blockadeaktion vor dem Zaun in Heiligendamm vermummte Zivilpolizisten in die Demonstrantenmenge eingeschleust worden sein. Augenzeugenberichten zufolge fiel am Abend eine Gruppe von vier bis fünf schwarz gekleideten jungen Männern auf, die sich außergewöhnlich aggressiv gegenüber der Polizei verhielten. Als Protestler die Männer nach ihrer Herkunft und Identität befragt hätten, seien diese geflohen. Einer sei jedoch festgehalten und als Zivilpolizist erkannt worden.

+++ Möglicherweise Polizist verprügelt +++

[19:41] Am Sicherheitszaun um Heiligendamm ist die Situation kurzzeitig eskaliert. Am Blockadepunkt Galopprennbahn wurde eine Person von mehr als einem Dutzend vermummter Demonstranten angegriffen. Möglicherweise handelte es sich um einen Polizisten, der in der Autonomen-Kleidung unter den Blockierern war. Der Mann wurde von Kräften des anwaltlichen Notdienstes der Demonstranten aus der Notlage befreit und zur Linie der Polizisten gebracht, die ihn in ihre Reihen zogen.

Quelle

http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-486952,00.html

 



 

http://zmag.de/artikel/Sie-kamen-durch-den-Roggen-Der-G8-Gipfel-und-die-Provokateure

Die Gruppe des 'Schwarzen Blocks' bestand aus vier Personen. Seltsam - einer der Vier in Schwarz, offensichtlich ihr Anführer, trug eine Jacke mit dem roten Logo der bei Globalisierungsgegnern so beliebten Musikgruppe Slip-Knot. Das Ungewöhnliche daran war, dass alle übrigen Demonstranten es tunlichst vermieden, ein Detail (zum Beispiel ein Logo) an sich zu tragen, das sie auf Polizeiaufzeichnungen leichter identifizierbar gemacht hätte. Als schließlich die Polizei anrückte und in der Nähe in einer Reihe Aufstellung nahm (bereit, die Blockade zu beenden), waren die Vier die Ersten, die Steine aus dem Gleisbett holten und diese mit dem Ruf "Kriegen wir die Bullen!" in Richtung der Polizei schleuderten. Ein Demonstrant schaute sich den jungen Mann mit dem Logo etwas genauer an (bevor dieser Gelegenheit hatte, sein Halstuch übers Gesicht zu ziehen).

"Das ist der Kerl, der mich letztes Jahr in Bremen verhaftet hat!" rief der Demonstrant. Er und seine Freunde stürzten sich auf die Vier. Zwei schafften es auf die Polizeiseite, auch der Dritte konnte irgendwie entwischen, aber den jungen Mann mit dem roten Logo - wahrscheinlich war es der Anführer -, packten sie. Ich gebe zu, sie haben ihn nicht gerade sanft angefasst. Aber einer der Organisatoren aus der Gruppe nahm sich seiner an und schützte ihn vor der Menge. Er zog ihn hinüber zu den Reihen der Polizei - und in Sicherheit.

Nach dieser Episode war es vorbei mit dem Steine werfen. Dennoch setzte die Polizei ihre Wasserwerfer ein - mit oder ohne Rechtfertigungsgrund.

Dieser Vorfall blieb nicht das einzige Indiz, dass die Polizei Provokateure einsetzte, auch wenn es der eindeutigste und dramatischste Vorfall dieser Art war. Mit den Tatsachen konfrontiert, gaben die Behörden zu, dass sie Personen in schwarzer Kleidung ("ladenneue Klamotten", so die Demonstranten) zum Einsatz gebracht hatten. Die Behörden bleiben indes bei ihrer hartnäckigen Behauptung, diese Leute nur zu Observierungszwecken eingesetzt zu haben, nicht um zu provozieren oder an Provokationen teilzunehmen. Die Fakten sprechen dagegen.


 Vorwürfe gegen Polizei: Zivile Polizisten als Steinewerfer?

http://oraclesyndicate.twoday.net/20070607/3812795/


Die Polizei hat eingeräumt, mehrere Beamte in Zivil bei den G-8-Gegnern eingeschleust zu haben. Der Polizeiführer der Sondereinheit Kavala, Knut Abramowski, sagte am Freitag in Rostock, diese Polizisten seien aber nicht, wie vorgeworfen, als «Agent provocateur» tätig gewesen. «Das ist in der deutschen Polizei nicht denkbar. Das hat es nie gegeben und wird es nie gegeben.» Demonstranten hatten am Mittwoch bei den Blockadeaktionen vor dem Zaun in Heiligendamm einen schwarz gekleideten und vermummten Mann als Bremer Polizisten identifiziert.

Sie warfen ihm vor, die anderen zum Steinewerfen animiert zu haben.


http://www.net-tribune.de/article/080607-386.php


 

und noch ein Video
http://www.youtube.com/watch?v=R9ubGyebiBM

 



 

Montebello Quebec Kanada 2007

Gewerkschaftler stoppen Provokateure - Stiefel entlarven

VIDEO
http://www.youtube.com/watch?v=St1-WTc1kow

 



 G8 Gipfel Genua 2001

2 Auschnitte aus dem WDR Dokumentarfilm "Gipfelstürmer"

http://www.youtube.com/watch?v=1oWgPf76wLU

http://www.youtube.com/watch?v=OBIhcvYvVAY


zum Zeitpunkt des Todes von Carlo Giuliani

Textauszug Gipfelsoli
Noch am selben Tag tauchten die ersten Meldungen auf, unter den militanten Gruppen im Zentrum seien zahlreiche Provokateure der Polizei am Werk gewesen. Einen Tag später belegten Filmaufnahmen, wie größere Gruppen von Schwarzvermummten aus den Polizeiwachen stürmten und sich aktiv unter die Randale mischten. Nach Einschätzung des Genoa Social Forum, des breiten Bündnisses vor Ort, das die Proteste getragen hat, diente die Polizeirazzia im Independent Media Center und der gegenüber liegenden Schule am Samstag nacht vor allem der Vernichtung von weiterem Beweismaterial, welches die aktive Beteiligung von Zivilpolizisten bei den Krawallen belegte. Immerhin wird der Sachschaden auf über 3 Milliarden Lire geschätzt (zerstört wurden 83 PkWs, 41 Geschäfte, 34 Banken, 16 Tankstellen, 3 öffentliche Gebäude - darunter das Gefängnis, neun Postämter, vier Wohnhäuser etc. Alle Angaben aus La Repubblica com 22. Juli 2001). Nach Angaben des Genoa Social Forum wurden unter den militanten Gruppen auch europäische und italienische Neonazis gesichtet, konkret wird eine Gruppe von Forza Nuova genannt (il manifesto 24.7.). Auch ein britischer Nazi-Sympathisant berichtet von Einladungen durch italienische Faschisten  http://www.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/9153/1.html



Die Tage von Genua waren eine Wende für die italienische Gesellschaft, meint die heute 30-jährige Deborah. Nicht nur weil, wie inzwischen nachgewiesen wurde, die besonders gewalttätigen Black Block-Demonstranten ganz offensichtlich als Provokateure von der Polizei eingeschleust worden waren, sondern auch deshalb, weil deutlich wurde, wie sehr die Volksvertreter der massenhafte Protest beunruhigte. Der entscheidenden Frage seien sie letztlich bis heute aus dem Weg gegangen, die da lautet:

www.dradio.de/dlf/sendungen/europaheute/624791/


 

www.tagesspiegel.de/magazin/medien/Medien;art290,2198873

Textauszug

Was geschah, ist weitgehend bekannt: Tagelang durften die gewalttätigen Demonstranten des so genannten „Schwarzen Block“ sich fast ungestört austoben, während stattdessen immer wieder friedliche Demonstranten verprügelt wurden oder Kameramänner und Fotografen, die eine seltsame Art der Zusammenarbeit dokumentieren wollten: Zwischen der Polizei und vermummten Gewalttätern. Das Foto- und Filmmaterial ist erdrückend: Die Polizei hat systematisch Agents Provocateurs eingeschleust, die sich immer wieder mit ihren Einheiten trafen, Aktionspläne absprachen, Taktiken ausarbeiteten. So erklärt sich auch die Zurückhaltung der Polizei, selbst wenn Ausschreitungen direkt neben ihren eigenen Hundertschaften stattfanden.

Aber warum ließ man den Black Block nicht nur das Zentrum Genuas demolieren, sondern trotz mehrmaliger Anzeige durch die Verwaltung auch ein Sozialzentrum samt Schule und Kinderkrippe, das eigentlich Gewerkschafter beherbergen sollte? Um die friedlichen Demonstranten politisch zu diskreditieren, legt der Film nahe.


 

www.projektwerkstatt.de/debatte/gewalt/attac.html

Textauszug

Autor von WEED, eine der wichtigsten Organisationen bei Attac - dort arbeitet auch Peter Wahl), "Nur die Trennlinie gegen Provokateure schützt vor Selbstzerstörung", in: FR, 3.8.2001 (S. 7)

Eine besonders verhängnisvolle Rolle innerhalb des Eskalationsszenariums spielte offensichtlich das (mindestens) faktische Zusammenspiel zwischen der Polizei und dem so genannten Schwarzen Block. Diese Gruppierung ist, wie auch aus der Geschichte des politischen Anarchismus bekannt, inzwischen nicht nur von der Polizei vielfach infiltriert, sondern erweist sich insgesamt als "nützliches Instrument der Polizeistrategien" (so Ricardo Petrella) bei der Diskreditierung der gesamten Protestbewegung.



Barcelona, Demonstration gegen die Weltbank - Juni 2001

www.marxist.com/police-provocation-violence250601-4.htm


Textauszug Übersetzung aus dem Englischen

dies wurde bestätigt durch eine Bericht in der spanischen Tageszeitung El Mundo:
Augenzeugenberichten zufolge wurden Verhaftungen von denselben Personen ausgeführt, die zuvor bei der Bank Steine geworfen hatten.

Gemäss einem AP Bericht: "Jordi Pedret, ein Mitglied der Sozialistischen Partei sagte, dass sie davon Kenntnis habe, dass Polizeiagenten Steine in Schaufenster geworfen hätten und danach Demonstranten verhaftet. Sie verlangte eine Untersuchung durch das spanische Innenministerium."

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1.Mai 1997 Berlin

www.nadir.org/nadir/initiativ/agp/images/z1m01/mai1c.html

Textauszug

Skandale: Die Eskalationspolitik der Polizei führte zu einigem Wirbel. TV-Bilder zeigten einen vermummten Zivilbullen bei der Demo, abends wurden in Kreuzberg (nachträglich) gar 50 vermummte Zivis vermutet, aus dem Bullenfunk schien ein gezielter Polizeiangriff am Humannplatz hervorzugehen, die Interim sichtete gar vermummte Zivilbullen als Provokateure beim Steineschmeißen auf Wasserwerfer während der Demo. Nur der erste dieser vier Vorwürfe ließ sich belegen, wobei hier der klar als Zivilpolizist erkennbare Mann sich zum Schutz vor fotografierenden DemonstrantInnen lediglich kurzfristig eine Haßkappe übergezogen hatte, also nicht als 'agent provocateur' in Frage kam. Der Rest der Vermutungen läßt sich als Verschwörungsphantasie abhaken, ungeachtet dessen, daß die Polizei tatsächlich die Eskalation suchte.
Der Landesschatzmeister der Grünen, Werner Hirschmüller soll nach eigenen Angaben von Polizisten geschlagen und stundenlang eingesperrt worden sein. Die Polizei weist die Vorwürfe zurück. Ein Neuseeländer wurde am 2.Mai wegen eines angeblichen Flaschenwurfs festgenommen.
Rund 30 Vermummte griffen ein dreiköpfiges Fernsehteam an, ein Kameramann mußte wiederbelebt werden.
Einer der Journalisten äußerte den Verdacht, daß Zivilpolizisten daran beteiligt gewesen sein könnten, was Schöhnbohm zurückwies.

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1. Mai 1886:

Die ArbeiterInnen von Chicago proklamieren den Generalstreik.
Im Rahmen der Proteste wird durch Provokateure eine Bombe gezündet
und mehrere Demonstranten wie auch Polizisten kommen ums Leben.