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Umweltaktivistin übergießt sich mit Öl - Eklat im US-Senat
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Die Umweltaktivisten und Krabbenfischerin Diane Wilson wurde verhaftet, nachdem sie sich während einer Anhörung des US-Senats mit Öl übergossen und lautstark ihre Meinung zu der Verantwortung des Konzerns BP für die Katastrophe am Golf von Mexiko kundgetan hatte.

Ihr Protest richtete sich im Speziellen gegen die Senatorin von Alaska, Lisa Murkowski. Die Republikanerin blockiert nach wie vor ein Gesetz, das die Obergrenze der Haftung für die Umweltkatastrophe durch BP anheben sollte. Die Rohölförderung ist für Alaska von besonderer wirtschaftlicher Bedeutung.

Für die Aktivistin Diane Wilson ist völlig unverständlich, wie die Senatorin für den Ölkonzern Partei ergreifen kann, während das amerikanische Volk ob der Katastrophe am Boden zerstört ist. "Das ist abscheulich", so Wilson.

Vor einigen Tagen hatte es bereits einen ähnlichen Protest vor dem Weissen Haus gegeben

Durch die Ölpest im Golf von Mexiko sind allein in Louisiana mehr als 70 Menschen erkrankt. Die Betroffenen klagten über Atemprobleme, gereizte Augen sowie Kopf- und Brustschmerzen, teilten die Gesundheitsbehörden des US-Bundesstaates mit. Acht Menschen mussten ins Krankenhaus eingeliefert werden. 

Etwa 50 der Erkrankten hatten direkten Kontakt mit dem Öl oder mit im Kampf gegen die Ölpest eingesetzten Chemikalien, unter anderem weil sie bei den Reinigungsarbeiten nach Beginn der Katastrophe vor knapp zwei Monaten eingesetzt wurden. Die anderen Betroffenen erkrankten den Angaben zufolge vor allem, weil der Gestank der Ölpest bis zu ihnen nach Hause reichte.

Von der Ölpest im Golf von Mexiko sind mehrere US-Bundesstaaten betroffen, eine Gesamtzahl der Erkrankungen gibt es nicht.