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Enthüllung über Zusammenarbeit von Blackwater mit Taliban
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Die afghanische Zeitung Arman-e Melli hat in ihrer Ausgabe vom heutigen Mittwoch über die Verbindung der Sicherheitsfirma Blackwater mit den Taliban in Afghanistan berichtet. Private Sicherheitsfirmen in Afghanistan zahlen Bestechungsgelder an Leute der Taliban, damit sie Versorgungskonvois der ausländischen Truppen nicht angreifen. Diese Zeitung erinnerte gleichzeitig daran, dass obschon diese Firmen verantwortlich für den Schutz der Versorgungskonvois der ausländischen Truppen sind, sie aber auf Grund dessen, dass sie von den Angriffen auf diese Konvois profitieren wollen, sie Leuten der Taliban Bestechungsgelder bezahlen.
Diese Zeitung betonte, dass eine der privaten Sicherheitsfirmen, die mit den Taliban in stillschweigendem Einvernehmen steht, die amerikanische Firma Blackwater ist.

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Tausende US-Waffen in Afghanistan verschwunden - Feb 2009

Washington - In Afghanistan sind Tausende US-Waffen verschwunden, mit denen die einheimischen Sicherheitskräfte versorgt wurden. Das geht aus einem Bericht des Kongresses hervor. Das Arsenal der vermissten Waffen reicht demnach von Maschinengewehren bis hin zu Granatenwerfern. Das US-Verteidigungsministerium habe es versäumt, komplett Buch über 87 000 Waffen zu führen, heißt es in dem Report. Ihr Verbleib lasse sich nun nicht mehr zurückverfolgen.

http://archiv.rhein-zeitung.de/on/09/02/13/ticker/t/rzo533761.html

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Der GAO-Bericht kritisiert, dass das Pentagon aufgrund von Nachlässigkeit und Personalmangel versäumt habe, Buch über 87.000 Waffen zu führen. Das umfasst rund ein Drittel von 242.000 zwischen Ende 2004 und Juni 2008 gelieferten Waffen wie Maschinengewehre, Pistolen und Granatwerfer. Laut GAO haben die verschwundenen Waffen einen Gesamtwert von 223 Millionen Dollar.

Befürchtet wird nicht zuletzt wegen des Korruptionsverdachts innerhalb der afghanischen Regierung, dass ein Teil der Waffen an Taliban oder El-Kaida-Terroristen gefallen sein könnte. Laut GAO-Report berichtete eine Vertragsfirma der USA, dass afghanische Sicherheitskräfte Waffen an feindliche Kämpfer verkauft hätten.

Mangelnde Kontrolle
Sobald die Waffen der afghanischen Regierung übergeben wurden, führte das US-Militär laut GAO-Bericht demnach weder Buch über die Ausrüstung, noch wurden die Bestände geprüft. In der gesamten Lieferkette gebe es Mängel, die besonders dem Fehlen klarer Anweisungen aus dem US-Verteidigungsministerium zuzuschreiben seien, wurde kritisiert.

So hätten etwa 46.000 Waffen keine Seriennummer, über 41.000 Waffen seien keine Aufzeichnungen über Ort und Verfügbarkeit geführt worden. Bemängelt wurde auch, dass erst 15 Monate nach der Übergabe von Nachtsichtgeräten an die afghanischen Sicherheitskräfte deren Verwendung überprüft wurde. Die frühere Umsetzung eines Überwachungsplans scheiterte an Personalmangel.

Pentagon gesteht Mängel ein
Für das Pentagon dürfte diese Nachricht nicht allzu neu sein. Bereits 2007 berichtete die GAO ähnliches aus dem Irak. Damals verschwanden rund 190.000 Waffen spurlos.

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