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Selbstverteidigung der Israelis beim Entern des Gaza Konvois gerechtfertigt?
war_is_illegal

Die israelische Militärführung hätte die Einsatztruppen dieser Piratenaktion niemals scharfe Waffen tragen lassen dürfen, sondern sie zumindest mit anderen Kampfmitteln ausrüsten müssen. Aus diesem Grund und wegen des Angriffs innerhalb internationaler Gewässer liegt die Schuld eindeutig beim Kommando der israelischen Militäraktion.

Tatsache ist aber auch, daß das israelische Kommando auf heftigen Widerstand gestoßen ist, der Selbstverteidigung rechtfertigte. Das Tragen von Schusswaffen führte dann zu den Todesopfern bei einem völkerrechtswidrigen Einsatz in internationalen Gewässern.

Das unten eingefügte Video des GUARDIAN zeigt, dass einer der sich abseilenden israelischen Soldaten von mehreren Aktivisten zu Boden gerissen wird und dass auf ihn eingeschlagen wird. Jemand ganz links schlägt mit einer Stange auf den am Boden Liegenden ein (ähnliches wiederholt sich, ein anderer wird über Bord geworfen):

Sollte das die initiale Gewalttat gewesen sein, würde es die Selbstverteidigung des Kommandos rechtfertigen, denn der so -- und weitere -- Angegriffene wird nach der Härte des Vorgehens zu urteilen gerade sehr brutal geschlagen.



Beim Abseilen vom Hubschrauber auf das Boot müssen die Soldaten schwere Handschuhe gegen die Reibungshitze tragen. Das macht einen sofortigen Waffengebrauch nicht möglich. Da die Soldaten, wie das Video zeigt, sofort auf den Boden gezerrt wurden, waren sie den Angriffen der Aktivisten ausgesetzt. Das wirft aber die Frage der Selbstverteigung auf. Immerhin haben die Kommandokräfte auf den fünf anderen Booten keine schweren Verletzungen oder Tote verursacht.

Der deutsche Arzt Matthias Jochheim, der für die Friedensorganisation IPPNW an Bord der "Marmara" war, sagte, er habe selbst vier Tote gesehen und rund 50 "erheblich" Verletzte, davon der Großteil mit Schusswunden.