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Immer mehr Staaten setzen auf menschenverachtende Nukleartechnologie

Immer mehr Staaten setzen auf menschenverachtende Nukleartechnologie
USA kritisieren eine früher von ihnen selbst betriebene Iran-Diplomatie
US-Außenministerium bezeichnet letzte Iran-Einigung von Drittparteien als „unglücklich“
Im Juni will Angela Merkel über längere AKW-Laufzeiten entscheiden.


Vor dem Hintergrund einer bedrohlicheren nuklearen Erpressungspolitik Washingtons streben weltweit immer mehr Staaten nach Atomtechnologie. Das diese Drohkulisse von den USA ausgeht, einem Staat der unmittelbar nach der Entwicklung der Massenvernichtungswaffen zwei Atombomben gegen die Zivilbevölkerung eingesetzt hat, macht die Ängste umso realer.

Kein anderes Land auf der Welt verfügt über mehr atomares Vernichtungspotenial als die USA.

Weltweit gibt es inzwischen fast 500 Atomkraftwerke, ungeheuerliche Mengen von Nuklearmaterial werden in völlig unverantwortlicher Weise gelagert.

Jetzt will sogar Bill Gates ein Geschäftsmodell mitentwicklen, bei dem hunderte von kleineren Atommeilern,
vorgefertigt in alle Länder exportiert werden sollen.
Nukleare Unfälle und Atomwaffentests haben der Menschheit aber bereits bewiesen, welche ungeheuren Gefahren von dieser Technologie ausgehen.
Abgereichertes Uran, welches bei Produktion von Brennstäben und waffenfähigen Material anfällt, wurde und wird weiterhin in Kriegsgebieten von der Nato zu Tausenden von Tonnen verschossen. Konsequenz sind Kontamination ganzer Regionen, dramatisch steigende Leukämiekrebsraten und Tausende von mißgebildeten Neugeborenen. Viele Generationen werden für diese Verbrechen zahlen.

Seit Anbeginn des Atomzeitalters sind Lügen, Falschinformationen und Verschleierung die Hauptelemente jeglicher atomarer Politik,  auf jeder Ebene der Entwichlung, Produktion und Entsorgung und zwar in allen Staaten.

Dass sich jetzt auch Staaten wie der Iran, Brasilien die Türkei und Venezuela dieser menschenverachtenden Energiegewinnung verschreiben ist absolut fatal.

Dies wird umso deutlicher durch die Scheinheiligkeit der USA bei der Zurückweisung eines Anreicherungsabkommens einer dritten Partei mit dem Iran, das mehr oder weniger identisch ist mit dem, was sie seit Jahren selbst vom Iran gefordert haben.

Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete die Zustimmung des Iran zu den US-Forderungen als „durchsichtigen Trick“ und behauptete, der Iran müsse für die Zustimmung zu dem Abkommen „zur Verantwortung gezogen“ werden.

Unterstaatssekretär Nicolas Burns kritisierte die Türkei und Brasilien, die erfolgreich die Einigung ausgehandelt hatte und bezeichnete diese zugleich als  „sehr unglücklich“ und sagte, das könne leicht „einigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats eine Ausrede liefern, um nicht für die Sanktionen zu stimmen.“

Der Einigung entsprechend sollte der Iran 1.200 kg angereichertes Uran ins Ausland schicken und dafür im Gegenzug letztlich eine vergleichbare Menge von Brennstoff für seinen Forschungsreaktor in Teheran bekommen, einem Reaktor für medizinische Isotope, der gefährlich knapp an Brennstoff ist.

Obwohl das die gleiche Menge und der gleiche Zeitrahmen sind, wie sie das Abkommen vorsieht, das Präsident Obama die ganze Zeit über zu unterstützen behauptet hat, haben die USA die Einigung von dem Augenblick an abgelehnt, da der Iran zustimmte. Zuerst war die Weigerung der Vorwand für Sanktionen
gegen den Iran, jetzt hingegen ist es die Zustimmung.

Tags: antiaton, bill gates uranmunition, iran
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