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Ausstellung Berlin - "Friedensschauplätze/Theater of Peace"



Ein Projekt der NGBK Berlin


"Friedensschauplätze/Theater of Peace"

Zahlreiche Begleitveranstaltungen


1. Mai - 13. Juni 2010

theaterofpeace.org

Kriegsschauplätze in aller Welt stehen täglich im Mittelpunkt der medialen Aufmerksamkeit.
Friedensarbeit hingegen ist unspektakulär, langwierig und wenig attraktiv.
Was aber macht einen Ort, eine Initiative, eine künstlerische Arbeit zu einem Schauplatz des Friedens?

Wie können den asymmetrischen Sichtbarkeits-verhältnissen alternative Perspektiven entgegen gestellt werden?
Ist Frieden überhaupt sichtbar und darstellbar?

Die Ausstellung versammelt künstlerische und aktivistische Strategien,
die verdeckte Hintergründe an verschiedenen Krisenschauplätzen der Welt sichtbar machen,
in öffentliche Diskurse intervenieren und sich der Kriegslogik widersetzen.

Bei den derzeitigen bewaffneten Auseinandersetzungen in der Welt handelt es sich zumeist um asymmetrische Konflikte.
Diese Asymmetrie zeigt sich in der militärischen Übermacht, dem wirtschaftliches Gefälle und in Bezug auf die Definitionsmacht:
Wo eine Seite allein die Zirkulation der medialen Bilder und Informationen kontrolliert, versucht die andere,
mit Gewalttaten (Medien-) Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Es bedarf anderer Strategien, Sichtbarkeit zu erzeugen,
um diese perverse Logik zu durchbrechen und die Voraussetzungen für friedliche Lösungen zu schaffen.
 
Das Projekt Friedensschauplätze stellt Strategien vor, die verdeckte Probleme und Hintergründe an verschiedenen
Krisenschauplätzen der Welt sichtbar machen. Dazu gehört auch die Analyse und Beschreibung räumlicher Konstellationen,
die den Schauplatz und Hintergrund von Konflikten bilden und die in vielen kritischen Projekten mit den Mitteln
kartografischer Darstellung sichtbar gemacht werden. Es geht um den Moment der Umkehr, der einen Kriegsschauplatz
in ein friedliches Szenario verwandelt. Der Schwerpunkt liegt auf Handlungsweisen von Initiativen und Künstler_innen,
die mit bestimmten Forderungen in konkrete Situationen eingreifen und zugleich über ihr unmittelbares räumliches und
zeitliches Umfeld hinaus Prozesse in Gang setzen.

Das Projekt Theater of Peace
Friedensschauplätze versteht sich als Raum-Zeit-Knotenpunkt, der die verschiedenen
beteiligten Initiativen, Akteur_innen und Künstler_innen über die Dauer der Ausstellung hinaus mit einander vernetzt.
Eine kleine Bühne im Ausstellungsraum wird zu einem "Theater of Peace", in dem Initiativen sich vorstellen und wo
neben thematischen Diskussionen auch Theater- und Filmvorführungen stattfinden.
Eine Website als Plattform des
Austauschs kartiert Friedensschauplätze weltweit.



Mit Ausstellungsbeiträgen von: Larissa Sansour/Oreet Ashery (Jerusalem, London, Kopenhagen), Floating Lab Collective (Washington D.C.), Mazen Kerbaj (Beirut), Solo7 (Nairobi-Kibera), Graine Théâtre/Espace Masolo (Paris/Kinshasa), Artists Without Walls (Israel/Palästina), Victor Gama (Angola), Robby Herbst (Los Angeles), David Reeb (Tel Aviv), Jan Caspers/Anne König/Vera Tollmann/Jan Wenzel (Leipzig), Akim (Berlin), Grete Aagaard (Aarhus), Stefan Kaegi/Rimini Protokoll (Berlin/Zürich), Sandra Schäfer/ Elfe Brandenburger (Berlin), Zentrum für politische Schönheit (Berlin), Institut Design2Context (Zürich), Sabine Horlitz/Oliver Clemens (Berlin), Projekt Grenzgeografien: Philipp Misselwitz/Tim Rieniets (Istanbul/Zürich), Samidoun media team/Kharita: Solidarity Maps (Libanon), Mona Fawaz/Ahmad Gharbieh/Mona Harb (Beirut), Steven Rowell (Berlin/Los Angeles), Decolonizing Architecture (Bethlehem), The Center for Landuse Interpretation (Los Angeles), Christiane Wehr/Ulf Treger (Hamburg), Lize Mogel/Dario Azzellini (New York/Berlin), OFOG (Schweden), Netzwerk Friedenssteuer (Deutschland), Women Videoletters (int.), Rosa Heide (Neuruppin u.a.), Clownsarmee (int.), G8 TV (int.), Elke Beyer und Anita Kaspar mit der Projektgruppe Theater of Peace

Projektgruppe Theater of Peace / kuratorisches Team: bankleer (Karin Kasböck und Christoph Leitner), Anke Hagemann, Dietrich Heißenbüttel, Gunda Isik
Tags: Friedensschauplätze Theater of Peace NGB
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