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Bereits Kürzung des Rüstungsetats würde Probleme Griechenlands entschärfen



Rüstungsetat verschlingt 4% des Bruttoinlandsprodukts in Griechenland

Griechenland hat – relativ zum Bruttoinlandsprodukt und zur Bevölkerungszahl höchsten Rüstungsausgaben innerhalb der EU.  Etwa 4% des griechischen BiP werden für Waffenkäufe verwendet. 30%  der Militärausgaben  werden für deutsche Rüstungsgüter ausgegeben. Paradoxerweise wurde Griechenland jedoch trotz seiner prekären Finanzlage nicht etwa zu einer rigorosen Minderung des nationalen Rüstungsetats, sondern vielmehr direkt oder indirekt zu immer weiteren Waffeneinkäufen gedrängt.

Eine Kürzung nur um 50%  des griechischen Rüstungsetats würde die Problem Griechenlands mit sofortiger Wirkung nachhaltig entschärfen.

Die deutsche Rüstungsindustrie verdient das meiste Geld  mit U-Booten, Kriegsschiffen und Panzern. Hauptabnehmer sind die Türkei, Griechenland und Südafrika. Griechenland nahm 13 Prozent der deutschen Gesamtexporte ab. Das vom Staatsbankrott bedrohte Griechenland gehörte in den vergangenen fünf Jahren zu den fünf größten Rüstungskäufern der Welt.

Ein weiterer milliardenschwerer Deal zwischen Deutschland und Griechenland ist jetzt perfekt.

Die Griechen werden ein bereits bestelltes U-Boot des Typs 214 mit dem Namen „Papanikolis“ von der Kieler HDW Werft übernehmen. Zudem sollen drei weitere U-Boote vom Typ 214 an Griechenland gehen. Statt der Modernisierung von alten U-Booten des Typs 209 bekommen die Griechen zusätzlich zwei 214-U-Boote.

Kosten: 2,85 Milliarden Euro. 80 Prozent hatte Griechenland bereits im Jahr 2000 überwiesen. Gut 500 Millionen standen noch aus.

Tags: militärausgaben griechenland
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