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Iran: Über die Festnahme des mutmaßlichen Terrroristen Rigi
war_is_illegal
Dienstag, 02. März 2010  (Meldung der iranischen Nachrichtenagentur I.R.I.B.)

Am Morgen des 23. Februar bestieg  Abdul Malek Rigi, mit gefälschten Papieren in den Vereinten Arabischen Emiraten eine Passagiermaschine, um nach Kirgisien zu fliegen.

Alle Vorbereitungen waren dafür getroffen worden, dass er unerkannt bleibt.  Rigi begann sich im Flugzeug  gedanklich auf das Treffen mit einem hohen US-Funktionsträger auf dem Luftstützpunkt Manas  vorzubereiten. Aber als sich das Flugzug über Iran befand wurde der Pilot der Maschine zur Landung aufgefordert. Als er sich weigerte dies zu tun,  zwangen ihn zwei Jets der Luftwaffe der islamischen Republik Iran zur Landung auf dem südiranischen  Fughafen von Bandar Abbas. Rigi sah sich plötzlich inmitten von iranischen Sicherheitsbeamten.           

Abdul Malek Rigi wurde 1979 geboren. Nachdem er eine Zeitlang im Drogenschmuggel tätig war, gründete er 2003 eine Terrorgruppe. Dazu wollte er sich bei örtlichen Geistlichen und einigen Stammesführern der Region eine Bestätigung einholen, stieß jedoch auf Ablehnung, während die Drogenschmuggler bereit waren,  ihn zu unterstützen. Die Rigi-Gruppe schloss sich also der Mafia, die Drogen aus Afghanistan und Pakistan brachte, an. Diese Gruppe die sich zunächst Dschondallah nannte begann Anfang 2006 mit ihren Angriffen auf die Bevölkerung und die Ordnungskräfte in Südost-Iran.  

Die Verbrechen und Terroranschläge der Gruppe Rigis hinterließen im Südosten Irans mehrere hundert Menschenopfer und Verletzte. 2006 benannte sie sich in "Bewegung des Volkswiderstandes Irans" um und machte weiter die Provinz Sistan/ Balutschestan unsicher. Sie ergriffen sehr brutale Maßnahmen bei ihren Anschlägen, die den Terrormaßnahmen der Al Kaida und der Al- Zarqawi-Gruppe im Irak ähneln.

Bei ihrem ersten großen Verbrechen ermordeten sie nachts auf einer Landstraße im Südosten Irans 21 ihrer Landsleute und verletzten weitere. Zwei Monate danach  nahmen sie eine ähnliche Bluttat vor. Im Juni 2008 wurden 16 Personen der Ordnungskräfte Irans von dieser Gruppe als Geiseln genommen und bald darauf ermordet. Ein weiterer terroristischer Anschlag dieser sogenannten Bewegung des Volkswiderstandes war die Bombenlegung in einer Moschee von Zahedan, dem Zentrum der Provinz Sistan/ Balutschestan.  Bei diesem Anschlag starben 21 Menschen und 182 wurden verletzt.  Das letzte Großverbrechen beging diese Terrorgruppe  im vergangenen Oktober anlässlich einer Versammlung von einheimischen Stammesführern und einer Anzahl von Befehlshabern des Pasdaran-Heeres Irans und anderen Teilnehmern . Sie richtete ein Blutbad an und fast  40 Menschen kamen dabei ums Leben.   Die Gruppe hat aber noch viele andere einzelne Bürger  umgebracht, darunter auch  die Frau und den Schwager Abdul Hamid Rigis, des Bruders von Abdul Malek Rigis.  Die Hartherzigkeit der Rigi-Gruppe ging so weit, dass sie die brutalen Bilder von der Ermordung und sogar von der Köpfung ihrer schuldlosen Opfer für Nachrichtennetze wie Al-Arabiyeh und Al-Dschazireh versandten und dabei behaupteten, ihre Gräueltaten  dienten dazu, die Rechte der Bevölkerung in der Region zu verteidigen.

Anfangs war Abdul Malek Rigi  mit seiner Gruppe keine große Gefahr für die Sicherheit Irans. Was ihn und seine Gruppe aber allmählich gefährlicher machte, war die Unterstützung, die sie von einigen regionalen und überregionalen Regierungen erhielten.  Diese wollten durch Hervorrufung einer unsichereren Lage im Südosten Irans, die islamisch-republikanische Staatsordnung schwächen. Der wichtigste Unterstützer Rigis waren die USA. Er hat sich  einen Tag vor seiner Festnahme  mit US-Funktionsträgern in Afghanistan getroffen und wollte mit einem afghanischen Reisepass nach Kirgisien reisen, um sich mit einem hohen amerikanischen Funktionsträger auf dem Stützpunkt Manas über die zukünftige  Zusammenarbeit zu beraten. Rigi hat dies nach seiner Festnahme eingestanden. Der amerikanische Reporter  Wayne Madson hat in einem Gespräch mit der russischen Zeitung Russia Today  enthüllt, dass Rigi sich mit dem Sondergesandten der USA für  Afghanistan und Pakistan, Richard Halbrooke treffen sollte.

Der bekannte  US-Reporter Simon Hersh  sagte:  "Die Maßnahmen Abdul Malek Rigis im Iran und die CIA-Hilfen an die Gruppe namens Dschondullah gehörten zu dem 40 Millionen-Dollar-Programm der USA zur Zeit von Staatspräsident Bush zur Hervorrufung einer unsicheren Lage im Iran."

Interessanterweise hat der Anführer der Rigi-Gruppe eingestanden, dass  auch zu Beginn der Präsidentschaft von Barack Obama die US-Agenten erneut mit ihm Verbindung aufgenommen und ihre Bereitschaft zur Unterstützung erklärt haben. Sie haben der Rigi-Gruppe sogar am 17. März 2009 Waffen besorgt.  Robert Mackey schreibt diesbezüglich in der New York Times: "Die Obama-Regierung hat in der gleichen Woche in der der Präsident auf einem Viedo der iranischen Bevölkerung zum Beginn des persischen Neujahres gratulierte, den Milizen der Dschondullah und denen, die nach ethnischen Unruhen im Iran strebten, Waffen geliefert."

Zahlreiche Beweise sprechen für die Unterstützung Wahingtons für diese Verbrecherbande und ihren Terroranführer.  Hodschatul Islam Heydar Moslehi, der Informationsminister der Islamischen Republik Iran hat einige Stunden nach der Festnahme dieses berüchtigten Terroristen gesagt: "Die Taten, die dieser Missetäter in dieser Zeit begangen hat, erfolgten  unter Orientierungsanleitung   der Informationsdienste des zionistischen  Regimes, der USA und Englands." Er unterstrich:  "Unser Beweismaterial ist sehr überzeugend und fest und bezieht sich auf die Art der Beziehungen dieser Person zu den Amerikanern und europäischen und nicht-europäischen Ländern.“

Die Unterstützung des Westens für diesen Terroristen hat wieder einmal die Doppelmoral der westlichen Staaten hinsichtlich des Kampfes gegen den Terrorismus an den Tag gebracht. Diese Staaten, insbesondere die USA behaupten, Bannerträger dieses Kampfes zu sein und verurteilen andere Länder, Terroristen zu unterstützen um sie unter Druck zu setzen. Sie selber  unterstützen jeden Terroristen, der gegen Länder Verbrechen begeht, die nicht mit der Politik des Westens einverstanden sind.  Die Kooperation europäischer Regierungen mit dem zionistischen Regime bei dem Terroranschlag auf Mahmud Al Mabhuh, einem Hamasführer, der im Januar dieses Jahres in Dubai erfolgte, ist ein weiteres Beweisstück für  den heimlichen Einsatz von Terrormaßnahmen  der USA, Englands und des zionistischen Regimes in der Region.

 Bedauernswert ist auch die Zusammenarbeit einiger Regionalstaaten bei der Gestaltannahme und den Terroraktionen der Rigi-Gruppe gewesen. Parwis Saruri, ein Mitglied der Kommission für Nationale Sicherheit des Iranischen Parlaments weist in dieser Hinsicht auf die Rolle Saudi Arabiens hin und sagt:

"Die Saudis haben Rigi weitgehend unterstützt . Als wir  ihnen bekannt gegeben haben, dass sich Rigi in ihrem Land befinden, haben sie ihm zur Flucht verholfen. Auch das Al Arabiyeh Fernsehnetz, welches den Saudis untersteht, hat  mehrere Jahre lang Abdul Malek Rigi und seiner Gruppe ihren Sender als Sprechtribüne zur Verfügung gestellt und westliche Medien wie die Stimme der USA und die BBC haben in ihren persischsprachigen Programm eine günstiges Medienklima für ihn geschaffen.“

             Wegen  der Informations, Finanz- Waffen- und Medienhilfen an Rigi und seine Gruppe hatten seine Unterstützer und die Regisseure dieser Gruppe nicht gedacht, dass Rigi den iranischen Beamten lebendig ins Netz gehen werde, und dass zudem  ohne Hilfe von außen und ohne irgendeinen Verstoß gegen die internationalen Bestimmungen. Viele Sicherheitsexperten und westliche Medien haben daher die Fähigkeiten des iranischen Sicherheitsapparates bei der Begegnung mit Terrorismus zugegeben.     Während sich die Feinde der iranischen Nation   über die Festnahme des Terroristen Rigi ärgerten,  feierte die Bevölkerung Irans insbesondere im Südostiran dessen Festnahme.