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Afghanistan ist reich an Rohstoffen und Mineralien!
war_is_illegal

Wer wird diese ausbeuten?!

von Prof. Dr. Albert Stahel, Institut für Strategische Studien, Wädenswil

In den Statistiken der Uno und auch in der Öffentlichkeit unseres Landes wird Afghanistan als ein mausarmes Land wahrgenommen. Dies trifft sicher für die Mehrheit der afghanischen Bevölkerung mit Bauern, Witwen, Waisen, Krüppeln und Bettlern zu – jedoch sicher nicht für die reichen Drogenhändler, welchen auch die Familie des Präsidenten Karzai angehört. Diese Einschätzung gilt auch nicht für die Gasvorkommen entlang des Flusses Amu Darya im Norden des Landes. Diese hat die Sowjetunion während ihrer Besetzung in den achtziger Jahren rücksichtslos für ihre Bedürfnisse ausgebeutet. Diese und andere Rohstoff- und Mineralienvorkommen sind bereits im letzten Jahrhundert erfasst worden. Über den Reichtum des Landes an Rohstoffen und Mineralien wurde die Weltöffentlichkeit bis anhin bewusst nicht informiert.
Letztes Jahr haben internationale Printmedien darüber berichtet, dass ein chinesisches Unternehmen auf Grund seiner Angebote, zu welchen auch der Bau einer Eisenbahn­linie in Afghanistan gehört, den Zuschlag für die Ausbeutung einer Kupfermine nahe von Aynak erhalten hat. Nun werden Berichte, wie jene der U.S. Geological Survey von 2007 über die Erfassung von Lagerstätten von Rohstoffen und Mineralien in Afghanistan, plötzlich zugänglich.1 So verfügt Afghanistan neben Kupfer über riesige Mineralienvorkommen wie Eisen, Schwefel, Talk, Chrom, Magnesium, Salz, Glimmer, Marmor, Rubine, Smaragde, Lapislazuli, Asbest, Nickel, Quecksilber, Gold, Silber, Blei, Zink, Flussspat, Bauxit, Beryllium und Lithium. Daneben gibt es noch bedeutende Vorkommen an Phosphor, Uran und Thorium. Möglicherweise gibt es in Afghanistan auch seltene Metalle, die bis anhin nur aus China bekannt waren und die für die Elektronik wichtig sind. Alle diese Vorkommen hat das U.S. Geological Survey zwischen 2005 und 2007 erfasst.
Gemäss der Karte des U.S. Geological Survey über die Mineralien befinden sich die bedeutendsten Vorkommen im Osten und Südosten Afghanistans. In diesen Provinzen sind auch die wichtigsten Stützpunkte der US-Streitkräfte. Diese regionale Konzentration an Stützpunkten wird mit dem Widerstand der Taliban und der Bekämpfung ihrer Logistik, ihrer Kämpfer und ihrer Helfer in den pakistanischen Stammesgebieten begründet. Könnte der wahre Grund für diese Stützpunkte und die Kriegsführung der USA aber nicht ein anderer sein? Besteht nicht die Möglichkeit, dass die USA mit diesen Stützpunkten diese Vorkommen an Mineralien übernommen haben, so dass sie später durch amerikanische Unternehmen ausgebeutet werden können? Trifft diese Hypothese zu, dann ist es denkbar, dass die europäischen Staaten, deren Truppen nicht in den erwähnten Regionen stationiert sind, mit dem Krieg und dem Nation-Building von Afghanistan in die Irre geführt werden. Möglicherweise sind gewisse Staaten auch Mitwisser der USA und bei der zukünftigen Ausbeutung beteiligt! In diesem Fall wäre der Afghanistan-Krieg der Nato nichts anderes als ein Diebstahl geopolitischen Ausmasses! •

1 Preliminary Assessment of Non-Fuel Mineral Ressources of Afghanistan, 2007, U.S. Geological Survey, U.S. Department of the Interior, Washington DC, October 2007.