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Kriegsplaner des Tages: David Petraeus
war_is_illegal


http://www.jungewelt.de/2010/01-11/041.php

Die US-Armee hat Pläne für einen Angriff auf die Atomanlagen im Iran ausgearbeitet. »Natürlich können sie bombardiert werden«, erklärte der US-Oberkommandierende für die Region, General David Petraeus, dem US-Nachrichtensender CNN, konkret: dessen Frontfrau Christiane Amanpour, berühmt-berüchtigt für ihre Kriegsberichterstattung aus Jugoslawien und Irak. Überraschend ist es nicht, daß Washington detaillierte Bombenszenarien gegen das ölreiche Land am Persischen Golf ausgearbeitet hat. Überaschend ist indes, daß der Topgeneral dies im US-Fernsehen ausplaudert. Und das mit der größten Selbstverständlichkeit und Arroganz einer Großmacht.

Es wäre »unverantwortlich«, hätte die US-Armeeführung nicht über eine »ganze Vielfalt« von Möglichkeiten jenseits von Diplomatie und Sanktionen gegen Teheran nachgedacht, sagte Petraeus in dem in Auszügen am Sonntag im Internet vorab veröffentlichten Interview, das Amanpour im CENTCOM-Hauptquartier in Tampa geführt hat. Einzelheiten zu den US-Angriffsplänen werden darin nicht genannt.

Zu den Berichten der vergangenen Monate, Israel könne die iranischen Nuklearanlagen bombardieren, weigerte sich General Petraeus, Stellung zu nehmen. Statt dessen betonte er, Iran habe zwar seine Anlagen stärker gesichert und entsprechende Bunker ausgebaut. Dennoch seien sie nicht »bombenfest«. »Nun, sie können sicher bombardiert werden«, sagte Petraeus. »Die Effektivität hängt davon ab, wer es ausführt, welche Feuerkraft vorhanden ist und welche Fähigkeiten zum Einsatz gebracht werden.«

Noch gebe es aber die Möglichkeit, sich in der Iran-Frage diplomatisch zu engagieren, meinte der Angriffskriegsplaner und Völkerrechtsbruchkalkulierer: »Es ist sicher etwas Zeit, bevor all das zum Tragen kommt, wenn Sie so wollen.« (rg)