?

Log in

No account? Create an account
Previous Entry Share Next Entry
Unruhestiften.de - 2010 braucht vor allem eines: Unruhe!
war_is_illegal


Offener Brief an:
- DGB und Einzelgewerkschaften
- Sozialforen, Erwerbslosen- und Arbeitsloseninitiativen
- Friedensinitiativen


http://www.unruhestiften.de

Das Jahr 2010 braucht vor allem eines: Unruhe!
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
über 800 Künstlerinnen, Künstler und Kulturschaffende haben inzwischen den bundesweiten
Aufruf www.unruhestiften.de unterzeichnet. Es ist ein Aufruf gegen rechts, gegen die
Abwälzung der Krisenfolgen und für die Umverteilung von oben nach unten, gegen die
Kriegspolitik der Bundesregierung – und für die Förderung der kulturellen Vielfalt.
Er knüpft an eine bei vielen Menschen im Land vorhandene Grundstimmung an, daß für
notwendige gesellschaftliche Veränderungen Unruhe erforderlich ist.
Unruhe stiften ist für uns kein Selbstzweck, denn Ein Jahr, das erwarten läßt, daß
-  in einer neuen Dimension Arbeitsplätze vernichtet, Standorte geschlossen und
Belegschaften gefeuert werden,
-  die Verarmungspraxis von Teilen der Bevölkerung im Jahr 6 des Bestehens von Hartz IV
fortgesetzt wird,
-  in den Städten mit neuer  Qualität eine Welle des sozialen und kulturellen Kahlschlags
droht, und öffentliche Einrichtungen und Dienstleistungen weiter privatisiert werden,
-  der völkerrechtswidrige Kriegseinsatz der Bundeswehr in Afghanistan weitergeht,
braucht Unruhe und Widerstand!

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
liebe Friedensfreundinnen und Friedensfreunde,
an bundesweit namhaften KünstlerInnen und Kulturschaffenden haben den Aufruf bislang Lydie
Auvray, Habib Bektas, Elfriede Brüning, Dietmar Dath, Dieter Dehm, Die Bösen Mädchen, der
Ernst-Busch-Chor Berlin und, Doris Gercke, Lutz Görner, Sabine Kebir, Sonja Kehler, Dietrich
Kittner, Klaus der Geiger, Einhart Klucke, Bernd Köhler, Quijote, Rotdorn, Erich Schaffner,
Erasmus Schöfer, Schorsch & die Bagasch, Microphone Mafia, Konstantin Wecker und viele
andere unterstützt.

Die Bandbreite der Genres der unterzeichnenden KünstlerInnen wird laufend größer und
vielfältiger: Schriftsteller, Rock- und Bluesbands, Liedermacher, Kunstmaler,
Kulturvereinigungen, Märchenkutschen, Galeristen, Whiskeybotschafter, Journalisten,
Theatergruppen, Chöre, Bücherstuben, Verlage, Silberschmiede, Fotografen, Stahlbildhauer,
Atelierbesitzer, Folkgruppen, Satirezeitungen, Regisseure, Musik-Labels, Web-Designer,
Gewerkschaftsfachgruppen, Folk-Musiker, Kunstbahnhöfe, Zauberkünstler, Tangotänzer,
Schauspieler, Kabarettisten, Fachverbände für Trauerkultur...

Mit dem Projekt „Unruhe stiften“ entsteht ein neues breites Netzwerk und eine interessante
Kontaktliste linker Kulturschaffender in Deutschland. KünstlerInnen, die diesen Aufruf
unterstützen, stehen für linke Inhalte - und für die Stiftung von Unruhe! Sie unterstützen in ihrem
Umfeld Bewegungen, Aktionen und Veranstaltungen zu den Inhalten des Aufrufes.

Die Unterschriftensammlung geht zeitlich unbegrenzt weiter. Wir würden uns freuen, wenn ihr
unsere Initiative und diesen Brief so versteht, daß wir an möglichst vielen Orten der Republik
gemeinsam Unruhe stiften!

Kontakt: www.Unruhestiften.de – c/o Werner Lutz, Tel. 09131/404671

http://www.unruhestiften.de