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Internationaler Aktionstag gegen Uranmunition



Internationaler Aktionstag gegen Uranmunition: Mahnwache heute an der Nikolaikirche


http://www.l-iz.de/Politik/Nachrichten/2009/11/Mahnwache-Internationaler-Aktionstag-gegen-Uranmunition.html

Redaktion
06.11.2009
Nikolaikirche.
Nikolaikirche.
Der 6. November wurde von der Internationalen Koalition für ein Verbot von Atomwaffen (ICBUW) zum Aktionstag gegen Uranmunition ausgerufen. Aus diesem Anlass veranstalten Leipziger Friedensbewegte am heutigen Freitag von 16.30 bis 18 Uhr eine Mahnwache an der Nikolaikirche in Leipzig.


Seit dem Irak-Krieg 1990 verwenden die USA und weitere 20 Staaten, darunter viele NATO-Mitglieder, Munition und Bomben mit abgereichertem Uran (Depleted Uranium- DU). Die Technologie wurde unter anderem von den deutschen Firmen Rheinmetall und MBB entwickelt. Hergestellt wird Uranmunition aus den billig zu habenden Abfällen der Atomkraftwerke und der Atombombenproduktion. Statt in teure Endlager gelangt der Atommüll als panzerbrechende Munition seit 1990 auf die Schlachtfelder der Kriege: Kosovo, Bosnien, Irak 1990 und 2003, Tschetschenien, Libanon, Afghanistan. Auch bei der von Bundeswehroberst Klein angeforderten Bombardierung der Tanklaster bei Kundus wurden DU-Bomben vom Typ GBU 38 eingesetzt.

Das Uran wird beim Aufprall auf das Ziel pulverisiert und verseucht Boden und Grundwasser auf Jahrtausende radioaktiv. Professor Horst Siegwart Günther sieht in DU die Ursache für eine erhöhte Leukämie-Rate und schwerste Missbildungen an Neugeborenen im Irak. Auch das Golfkriegssyndrom amerikanischer Soldaten soll durch DU ausgelöst worden sein. Der Filmemacher Frieder Wagner weist in seinem Film "Deadly dust - Todesstaub" darauf hin, dass nach der Bombardierung der serbischen Stadt Hadzici 1995 mit Uranbomben in den folgenden fünf Jahren 1.112 Menschen an aggressiven Krebserkrankungen starben.

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"Allein durch den Einsatz von Uranmunition wird der vorgebliche "Friedens- und Wiederaufbaueinsatz" der NATO- Truppen in Afghanistan ad absurdum geführt. Wer sich wie die Bundeswehr aktiv an der nuklearen Verseuchung von Menschen und Umwelt beteiligt, braucht keine Krokodilstränen über Kollateralschäden unter Zivilisten zu vergießen und kann den "Friedenseinsatz"-Schafspelz beim nächsten Truppenwechsel getrost zu Hause lassen", meint Torsten Schleip vom Friedensweg Leipzig e.V.
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