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Afghanische Friedensaktivistin Malalai Joya spricht zu “Krise und Widerstand“

Afghanische Friedensaktivistin Malalai Joya spricht zu “Krise und Widerstand“

5 11 2009

Englisch - Rede bei der Northeast Socialist Conference am 23. Oktober 2009 in New York.



Video hier
http://www.democracynow.org/blog/2009/10/27/malalai_joya


„Demokratie kommt nicht durch Cluster-Bomben, Demokratie kommt nicht durch Krieg“, sagt die afghanische Politikerin und Friedensaktivistin Malalay Joya. Die Politik der Alliierten in Afghanistan habe sich auch nach dem Ende der Bush-Regierung nicht geändert und der Krieg wütet heftiger denn je zuvor. Unter Obama wurde die Anzahl der Truppen massiv aufgestockt und immer mehr unschuldige Afghanen fallen dem Krieg zum Opfer. Dies ist u.a. auf den verantwortungslosen Einsatz von Cluster Bomben zurückzuführen. Die Kriegskoalition muss mit dem Krieg sofort aufhören, denn wenn die Besatzungsmächte, samt der von ihnen eingesetzten Marionetten-Regierung Karzai’s, abziehen würden, hätten die Afghanen zumindest einen Feind weniger im Land.

Die von westlichen Massenmedien beschworene Angst vor einem Bürgerkrieg im Falle eines Truppenabzugs sei zudem eine Farce, wenn gleichzeitig nicht angemessen über den laufenden (Bürger-)krieg berichtet wird. So sei die Situation der Frauen in einigen Regionen des Landes in Wahrheit wie „eine Hölle“, Kinder und Frauen werden entführt, vergewaltigt und umgebracht. Berichte über den gestiegenen Frauenanteil in Schulen seien zudem falsch. Seit Kriegsbeginn habe sich die Situation dramatisch verschlechtert, denn nach der offiziellen Statistik wurden mehr als 600 Schulen des Landes geschlossen.

Die Besatzungsmächte, allen voran die US-Regierung, sollten sich nicht zuletzt auch bei der eigenen Bevölkerung entschuldigen, zumal auch viele Soldaten der eigenen Truppen diesem Krieg zum Opfer gefallen sind.

Video hier

Malalai Joya präsentiert derzeit in den USA ihr Buch “A Woman Among Warlords: The Extraordinary Story of an Afghan Woman Who Dared to Speak Out.”

“Perhaps the most remarkable feature of this inspiring memoir is that despite the horrors she relates, Malalai Joya leaves us with hope that the tormented people of Afghanistan can take their fate into their own hands if they are released from the grip of foreign powers, and that they can reconstruct a decent society from the wreckage left by decades of intervention and the merciless rule of the Taliban and the warlords who the invaders have imposed upon them.” – Noam Chomsky

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