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Mediziner warnen vor Schweinegrippe-Mittel Pandemrix

02.11.2009 / Inland / Seite 8Inhalt



»Der Impfstoff wurde nicht lange genug getestet«

Mediziner warnen vor Schweinegrippe-Mittel Pandemrix: Unnötig und Gefahr von Nebenwirkungen. Gespräch mit Hans-Peter Donate

http://www.jungewelt.de/2009/11-02/037.php

Interview: Gitta Düperthal
Hans-Peter Donate ist Arzt und stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Deutschen Berufsverbands der Umweltmediziner

Der Deutsche Berufsverband der Umweltmediziner (dbu) rät dringend ab, sich mit Pandemrix gegen Schweinegrippe impfen zu lassen. Gerade für Schwangere, Kleinkinder oder AIDS-Kranke, denen Bundesregierung und Paul-Ehrlich-Institut die Impfung empfehlen, sei das gefährlich. Warum?

Der Impfstoff wurde nicht lang genug auf Wirksamkeit und Nebenwirkungen getestet. Pandemrix hat zuwenig Wirkstoff und wurde deshalb mit Wirkverstärker versehen. Der normale Impfstoff für die saisonale Grippeimpfung enthält zum Beispiel 15 Mikrogramm Antigen, Pandemrix hingegen nur 3,75. Gegen diese verstärkenden Substanzen richtet sich unsere Kritik. In dem darin enthaltenen Wirkstoff Thiomersal findet sich Quecksilber. Schwangere sollten das nicht bekommen, das Kind könnte Schaden nehmen – und zum Autismus neigen.

Die ehemalige Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt hat dem zwar entgegengehalten, die sehr geringe Dosis sei zu vernachlässigen. Vom toxikologischen Gehalt her – aus der Giftwissenschaft abgeleitet – mag sie recht haben. Doch immunologisch, was Allergien betrifft, kann sogar ein einziges Molekül etwas auslösen. Thiomersal sollte schon 2004 aus dem Handel genommen werden. Sogar die Hersteller warnen, Kleinkindern Pandemrix zu verabreichen: An Patienten unter drei Jahren wurde kein Test durchgeführt! Bei chronisch und autoimmun Erkrankten könnte das Immunsystem reagieren, bereits bestehende Krankheiten könnten aktiviert werden. In den USA sind diese Verstärker gar nicht zugelassen. Hauptkritikpunkt ist der Wirkstoff Squalen, der als Mitauslöser des Golfkriegssyndroms (GWS) gilt.

Was ist das für eine Krankheit? Und warum heißt sie so?

Das Syndrom ist erstmals aufgetreten, als US-Soldaten 1990/91 mit anfänglich undefinierbaren Symptomen aus dem Golfkrieg zurückkehrten. Zunächst wurde es als posttraumatische Störung ausgelegt – aber später kam man darauf, daß die Soldaten eine antiallergische Reaktion gegen einen Impfstoff gegen Milzbrand entwickelt haben könnten, der mit Squalen versetzt war. Folge waren unter anderem Gelenk- und Muskelschmerzen, ungewöhnliche Müdigkeit, Lichtempfindlichkeit, chronische Erschöpfung und Kopfschmerzen, Gedächtnisprobleme, Depressionen, Schwindel, Lähmungen, Haar- und Zahnausfall, Drüsenschwellungen, Krampfanfälle und Sehstörungen – um nur einige Probleme zu nennen. Weiterhin wird Squalen mit dem Guillan-Barré-Syndrom (GBS) in Zusammenhang gebracht, das eine Störung der Feinmotorik verursachen könnte. Das Nervensystem wird möglicherweise angegriffen. Uhrmacher oder Werkzeugmacher könnten beispielsweise plötzlich nicht mehr ihre Hände gebrauchen.

Wurde Pandemrix denn nicht schon in Schweden verwendet?

Die schwedische Tageszeitung Expressen berichtete, daß 190 Krankenschwestern schwerste Nebenwirkungen nach der Impfung gegen die Schweinegrippe mit Pandemrix erlitten hätten. Es habe auch vier Todesfälle gegeben. Aus Ungarn wird laut The Budapest Times ebenfalls einer gemeldet.

Müssen Patienten für Folgekosten eines möglichen Impfschadens aufkommen?

Die Herstellerfirma GlaxoSmithKlein hat sich von Haftungsansprüchen weitgehend befreien lassen. Falls ein Patient die Firma gerichtlich verklagt, würde die Haftung vermutlich weitergereicht: an die Bundesregierung. Letztlich würde dafür der Steuerzahler aufkommen müssen. Würde so ein Verfahren gewonnen, könnte das die Republik Milliarden kosten. Ärgerlich ist übrigens, daß in Kürze in Frankreich ein Impfstoff Panenza der Firma Sanofi-Pasteur auf den Markt kommt, der die kritisierten Zusatzstoffe nicht enthalten wird.

Was raten Sie Ärzten, wie sie angesichts der Kritik aus Fachkreisen mit der Impfung umgehen sollen?

Ärzte müssen Patienten über positive und negative Auswirkungen der Impfung aufklären. Letztlich gilt: Einerseits ist die Gefahr bislang nicht nachzuvollziehen: Von der Grippe Betroffene in Deutschland reden meist von einer eher harmlosen Erkrankung. Andererseits müssen wir über die Nebenwirkungen informieren.
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