Previous Entry Share Next Entry
Wie kommt ein Testkoffer aus den USA nach Namibia?
war_is_illegal
Kurze Zeit später Entwarnung. Es war keine Bombe, sondern nur ein Zünder, eine Attrappe, ein so genanntes Testpaket, um zu kontrollieren, ob die Sicherheitskontrolle an Flughäfen funktioniert. So weit, so gut. Erstaunlich die Nachricht in der Presse, von wem und woher das Paket stammt. Bericht im Spiegel:

      Terroralarm im Flugverkehr
      80-jährige Amerikanerin soll Bombenattrappe gebaut haben

Danach ist der Hersteller eine kleine amerikanische Sicherheitsfirma, Inhaber ein Larry Copello und nach dessen Angaben hat seine 80-jährige Schwiegermutter die Attrappe zusammen gebastelt. Autor des Artikels lt. Spiegel ist Marc Pitzke aus New York.

Weiter schreibt der Autor:

      Wem er den fraglichen Koffer verkaufte, konnte Copello nicht sagen, da er das Gerät nicht habe exakt identifizieren können. "Ich habe keine Ahnung, wie das Ding da gelandet ist, wo es jetzt auftauchte", sagte er SPIEGEL ONLINE. "Ich kann es nicht verstehen. Irgendjemand muss es deplatziert oder verloren haben."

Interessant ist der letzte Absatz im Spiegel-Bericht:

      Privatkunden habe er "absolut keine", stellte Copello klar. Alle Kunden würden streng geprüft und müssten sich als Mitarbeiter eines berechtigten Amtes bei ihm ausweisen und eine "amtliche Bestellung" vorweisen. Verdächtige Kunden würde er sofort melden. Seine Firma betreibe auch keine Werbung: "Wir haben ja noch nicht mal eine Website."

Man stellt sich die folgende Frage, angeregt durch den letzten Absatz im Bericht, wie ist das Ding bloß nach Windhuk gekommen? Denn offensichtlich muss ja die Flugabfertigung in den USA sehr schlampig gewesen sein, hat sie doch offensichtlich die Attrappe nicht erkannt. Sollte die Flugsicherung in Namibia besser als die in den USA sein?

Die Attrappe konnte ja nur an "berechtigte Personen" verkauft worden sein. Solche berechtigten Personen sind dann in der Regel auch mit einem Regierungsausweis und Immunität versehen, was eine Durchsuchung ihres Gepäcks nicht zulässt. Man nennt das Diplomatengepäck. Folglich muss eine "berechtigte Person" das Paket nach Windhuk gebracht haben

?

Log in