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Verhör und Durchsuchung von Wikileaks-Redakteur Jacob Appelbaum bei seiner Einreise in die USA
war_is_illegal
2. August 2010

Nach Presseberichten wurde Jacob Appelbaum, einer der US-Mitarbeiter von Wikileaks in den USA, bei seiner Ankunft aus Europa auf dem Flughafen in New York von Grenzbeamten einer Kontrolle unterzogen. Beamte durchsuchten die Festplatten seines Notebooks und kopierten Papiere in sienen Unterlagen. Weiterhin wurde er nach eigenen Aussagen zum derzeitigen Aufenthaltsort von Wikileaks-Gründer Assange befragt. Weiter Fragen bezogen sich auf seine persönlichen Ansichten bezüglich der Kriege im Irak und in Afghanistan.

Jacob Appelbaum kam von einer Konferenz in den Niederlanden zurück.

Während eines Interviews mit der britischen Tageszeitung Independent während der DefCon-Konferenz in Las Vegas, einer der größten Hacking Treffen n den USA , wies er die Beschuldigung von Generalstabschef Admiral Mike Mullen zurück, seine Organisation Wikileaks habe durch die Veröffentlichung der Afghanistan-Protokolle Blut an den Händen.

Während des Interviews stellte Appelbaum die Frage: “Wenn man seit 10 Jahren einen derartigen Krieg führt, welches Recht hat man dann überhaupt, solche Anschuldigungen zu erheben?” Zu den in den Protokollen namentlich erwähnten afghanischen Informanten sagte er: „Was fällt denen überhaupt ein, die Namen dieser Leute zu notieren? Was machen sie konkret, um diese Leute zu schützen?“

In seiner Rede vor den Teilnehmern der Konferenz verteidigte er das Ziel von Wikileaks, geheime Informationen zu veröffentlichen. „Alle Regierungen sind die Fortsetzung der Tyrannei,“  "In den USA haben wir keine Zensur, aber wir haben Nachrichtenorganisationen die kollaborieren,“

Appelbaum ist Wikileaks-Sprecher in den USA und vertrat in dieser Funktion bereits während The Next Hope Hacker-Konferenz in New York im vergangenen Monat den Wikileaks-Gründer Assange, der jetzt fieberhaft von den US-Behörden gesucht wird. Bei der Konferenz in New York waren auch Agenten der Heimatschutz Behörde anwesend.

Assange reist seit einiger Zeit nicht mehr in die USA und hält seinen Aufenthaltsort geheim. In der vergangen Woche gab er eine Pressekonferenz in London. Assange, ein australischer Staatsbürger, war bereits vor geraumer Zeit von den austalischen Behörden bei seiner Einreise am Flughafen verhört worden.

http://www.zdnet.de/news/digitale_wirtschaft_internet_ebusiness_us_grenzbeamte_verhoeren_sicherheitsforscher_zu_wikileaks_story-39002364-41535600-1.htm

http://www.nzherald.co.nz/technology/news/article.cfm?c_id=5&objectid=10662989
http://news.cnet.com/8301-27080_3-20012253-245.html
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