http://www.uran-munition.de/veranstaltun
Donnerstag, dem 26. Januar 2012, von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr am Brandenburger Tor (Westseite, Platz des 18. März)
Mahnwache anlässlich der Beschlussfassung im Bundestag zur Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan
Mit einer Aktion und auf Transparenten wird die Friedensbewegung an die Toten des Afghanistan-Krieges erinnern, die Kosten des Krieges summieren und die Forderung erheben, die Truppen sofort und bedingungslos aus Afghanistan abzuziehen. Bei der Mahnwache werden die bisher gesammelten weit über 100.000 Unterschriften „Den Krieg in Afghanistan beenden — zivil helfen!“ präsentiert.
Der Truppenrückzug aus Afghanistan ist nicht die Lösung der Probleme, aber er ist die notwendige Voraussetzung für eine politische Lösung.
Deshalb: Truppen raus jetzt und nicht erst 2014! Trotzdem will die Bundesregierung am 26. Januar vom Bundestag den Einsatz der Bundeswehr verlängern lassen. Das nun vorliegende Mandat für die Kriegsverlängerung bis Anfang 2013 sieht eine winzig kleine Reduzierung des Bundeswehrkontingents um gerade einmal 100 Soldaten vor, bemerkt der Bundesausschuss Friedensratschlag.
Laut Antrag der Bundesregierung werden im kommenden Jahr „bis zu 4.900 Soldatinnen und Soldaten mit entsprechender Ausrüstung eingesetzt“. Derzeit sind es noch 5.000 Soldaten. Optional wird in der Begründung des Antrags eine weitere Verkleinerung des Kontingents auf 4.400 Soldaten als Ziel genannt, allerdings nur, „soweit die Lage dies erlaubt“. Der
Abzug der 100 Soldaten soll durch „Auskämmen“ erfolgen, d.h. ohne Substanz- bzw. Kampfkraftverlust. Außerdem ist die Bundesregierung bestrebt, im zweiten Halbjahr 2012 vier fabrikneue Kampfhubschrauber TIGER einsetzen zu wollen.
Dies würde die Kampfkraft erheblich steigern.
Mit anderen Worten: Der Krieg in Afghanistan wird mit verstärkten Mitteln fortgesetzt. Eine Ausstiegsperspektive ist nicht in Sicht. Der vorliegende Antrag ist eine Mogelpackung und dient lediglich der Beruhigung der Bevölkerung, die den Kriegseinsatz nach wie vor mehrheitlich ablehnt.
Die Friedensbewegung antwortet auf die neuerliche Kriegsfortsetzung mit ihrer alten, aber nach wie vor aktuellen Forderung: Sofortiger, bedingungsloser und vollständiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Erst ohne Militär kann zivile Hilfe, die ebenfalls von allen Parteien versprochen wird, in größerem Umfang in Afghanistan geleistet werden. Ziviler Aufbau im Krieg ist eine Unmöglichkeit.
In Libyen ist Krieg. Man mag das zwar formell anders nennen, aber wo Maschinengewehre rattern, Geschütze donnern und Menschen in großer Zahl zur Front eilen und viele davon sterben, da ist de facto Krieg. Anti-Gaddafi-Kräfte kämpfen bewaffnet gegen Pro-Gaddafi-Kämpfe und umgekehrt. Bewaffnete Anti-Gaddafi-Kräfte haben gestern die Städtchen Ras Lanuf im Osten zurückerobert und bewaffnete Pro-Gaddafi-Kräfte haben derweil das Städtchen Az Zawiyah im Westen zurückerobert. Dutzende Menschen sind allein gestern wieder gestorben.
Nachdem Mein Parteibuch vor etwas mehr einer Woche eine erste Analyse des Konfliktes in Libyen und der daran beteiligten Parteien geliefert hat, die den Schwerpunkt auf das erkennbare Anheizen des Aufstandes durch die USA und verbündete imperialistische Mächte folgt nun ein zweiter analytischer Blick, der die jüngere Entwicklung und weitere Erkenntnisse berücksichtigt und dabei die vorherige Einschätzung in wesentlichen Teilen korrigiert.
Es ist eine seltsame Situation, wenn die USA, die EU, der Iran, arabische Diktaturen wie Katar und Saudi-Arabien sowie arabische Befreiungsbewegungen wie die Hisbollah an einem Strang ziehen. Allen diesen Kräften gemeinsam ist die öffentlich vertretene Forderung, entweder direkt durch Regierungsvertreter oder indirekt durch von ihnen kontrollierte Medien indirekt geäußert, danach, dass der libysche Revolutionsführer Muamar Gaddafi weg muss. Friedensverhandlungen sind von dieser Seite nicht erwünscht, sofern Muamar Gaddafi in Tripolis an der Macht bleibt.
Diese seltsame Koalition lässt erahnen, dass hinter der Forderung nach der Entmachtung von Muamar Gaddafi trotz jeweils ähnlicher Rhetorik von Menschenrechten nicht überall deckungsgleiche Interessen, Erwartungen und Hoffnungen stehen. Es macht deshalb Sinn, sich die jeweils dahinterstehenden Interesssen und Hoffnungen genauer anzuschauen.
Daraus, dass sowohl die Kräfte der Regierung als auch die Aufständischen in den letzten Tagen ein vergleichbar miserables Verhältnis zu Menschenrechten offenbart haben, kann man getrost schließen, dass die unmittelbare Durchsetzung von Menschenrechten in diesem Konflikt, wenn überhaupt, dann jedenfalls keine besonders große Rolle spielt. Demonstranten wurden von Kräften der Regierung erschossen, gefangene Sicherheitskräfte von Aufständischen gelyncht und Menschen mit schwarzer Hautfarbe von beiden Seiten gejagt und ausgeraubt. Die Erkenntnis, dass Menschenrechte in kriegerischen Konflikten keine besonders große Rolle spielen, ist auch alles Andere als neu. Welchen Konflikt in der Vergangenheit man sich auch anschaut, so zeigt sich bedauerlicherweise immer wieder, dass Menschenrechte in der Geschichte bewaffnete Konflikte wenn überhaupt, dann allenfalls eine geringe Rolle gespielt haben.
Fidel Castro erkärte, er vermute, dass es den USA und ihren Verbündeten in Libyen nicht um Menschenrechte, sondern um Öl geht. Die Argumentation hat durchaus Überzeugungskraft. Libyen hat die größten nachgewiesenen Ölvorkommen Afrikas und die Kontrolle über Erdöl gehört zu den erklärten Zielen amerikanischer Politik. Es liegt nahe, dass es der Plan der USA war, in Libyen eine bunte CIA-Revolution zu versuchen, um dort einen Herrscher zu instalieren, der ihnen den Ölreichtum des Landes devot vor die Füße legt, anstatt den Ölreichtum einerseits durch Sozialprogramme für die Bevölkerung zu verschwenden und andererseits damit jede Menge Bewegungen zu unterstützen, die den USA missliebig sind. Fidel Castro erklärte in der letzten Woche, er vermute, dass die USA für den Fall, dass es zur Übernahme des libyschen Ölreichtums nicht gelingt, in Libyen durch eine mehr oder minder sanfte bunte Revolution eine US-Marionette als Herrscher zu installieren, die Besetzung Libyens durch die NATO beabsichtigen.
Angesichts dieser Perspektive erscheint es ausgesprochen seltsam, dass auch der Iran und seine islamischen Verbündeten den Aufstand mit massiver Propaganda in staatlichen iranischen Medien unterstützt. In iranischen Medien jagt eine Medung über die glorreichen Siege der islamischen Aufständischen gegen bösen unislamischen prowestlichen Diktator Muamar Gaddafi die andere. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad spricht von einem islamischen Erwachen.
Die Erwartungshaltung des Iran mag dabei ein Interview mit Mohsen Saleh verdeutlichen, den der staatliche iranische Sender Press TV kürzlich als politischen Analysten aus Beirut vorstellte und interviewte. Mohsen Saleh erklärte, die Muslime in Libyen wollen ein neues Regime aufbauen, nicht nach dem grünen Buch Gaddafis, nicht nach der Philosophie der Amerikaner oder des Westens, sondern gemäß den islamischen Doktrinen und den islamischen Lehren. Er erwarte keinen Bürgerkrieg, denn die Menschen stünden beisammen, gemeinsam gegen das Krebsgeschwür Gaddafi, das nun herausgeschnitten werde. Das sei auch der Grund dafür, dass Gaddafi Söldner aus dem Ausland anheuere.
Auch der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammad-Ali Jafari, äußerte sich, während die Kämpfe in Libyen auf Hochtouren liefen, öffentlich zu den Aufständen in der Region. Laut Press TV sagte er, die Welt sehe gerade „die weiche Kraft des Islam“ und die Aufstände seien inspiriert durch die iranische Revolution und widersprach Berichten, dass die USA eine Rolle bei den gegenwärtigen Aufständen spielen würden. Er erklärte, die USA machten zwar große Bemühungen, diese Ereignisse zu kontrollieren und zu steuern, aber es sei unklar, zu welchem Grad ihnen das gelinge.
Das kann man in etwa so verstehen, dass die USA den Aufstand angezettelt haben mit dem Ziel, das Regime von Muamar Gaddafi gegen einen ihnen genehmeres prowestliches Regime auszutauschen, aber der Iran dagegen wettet, dass nach einem Sturz Gaddafis ein weniger prowestliches und mehr islamisches Regime die Macht in Libyen übernehmen wird, und den Aufstand deshalb auch unterstützt. Wer die Massen beim Freitagsgebet gestern in Bengasi über den Internetsender der Aufständischen gesehen hat, dem kann nicht entgangen sein, dass dort ein brüllender Imam die Gläubigen zur Revolution angepeitscht hat. Selbst ohne die gepredigten Worte zu verstehen, ist es angesichts der Intonation völlig klar, dass in Bengasi eine mächtige und radikale islamische Geistlichkeit den Ton angibt. Nach einer Herrschaft prowestlicher Kräfte sah das nicht aus. Man darf also mit einiger Berechtigung vermuten, dass die Analysten des Iran Recht haben und proamerikanische Kräfte in Libyen nicht die Oberhand behalten werden, wenn die Aufständischen gegen die Pro-Gaddafi-Kräfte siegen, sondern letztlich ausgesprochen antiwestliche islamische Kräfte die Macht übernehmen werden.
Das kann den USA eigentlich nicht entgangen sein. Demnach ist es wenig verwunderlich, dass der Iran den Aufstand medial unterstützt, sondern eher seltsam, dass die USA und ihre Verbündeten den Aufstand unterstützen. Dass das Szenario einer islamischen Machtübernahme in Libyen eintritt, setzt allerdings voraus, dass die Aufständischen gegen die Pro-Gaddafi-Kräfte siegen.
Und danach sieht es, wie die mehr oder minder unentschieden ausgegangenen Kämpfe gestern zeigen, trotz der von den Aufständischen verbreiteten Siegeszuversicht kurzfristig nicht aus. Auch längerfristig, wo Unterstützung aus dem Ausland bei bewaffenten Auseinandersetzungen eine entscheidende Rolle spielt, sieht es nicht unbedingt nach einem Sieg für die Aufständischen aus.
Es ist zwar richtig, dass Muamar Gaddafi die Unterstützung der USA und der EU verloren hat, die Aufständischen auch die Sympathie der gerade revolutionierten Nachbarländer Tunesien und Ägypten im Westen und im Osten haben, verbale Solidaritätsnoten aus Kuba, Venezuela und Nicaragua für Gaddafi den Konflikt nicht entscheiden und Gaddafi auch nicht von der arabischen Halbinsel und erst recht nicht dem Iran Unterstützung zu erwarten hat, doch bei dieser Betrachtung der Isolation Gaddafis wird eine wichtige Komponente des Konfliktes regelmäßig vergessen: die Südgrenze Libyens, der afrikanische Kontinent. Von dort darf Muamar Gaddafi jede Menge Unterstützung erwarten.
Da ist zunächst einmal der Tschad. Im Tschad hat gerade die Partei von Präsident Idriss Deby, einem alten anti-koloniaistischen Kampfgefährten von Gaddafi, wieder einmal die Wahlen gewonnen. Idriss Deby war 1990 durch einen von Muamar Gaddafi unterstützten gewaltsamen Staatsstreich an die Macht gekommen und sein Regime basiert noch heute zu einem guten Teil auf der wirtschaftlichen, militärischen und politischen Unterstützung durch Libyen. Durch einen Regime Change in Libyen wäre seine eigene Macht gefährdet. Der Tschad ist mit Libyen geografisch im Süden durch eine kaum kontrollierbare viele Hundert Kilometer lange Wüstengrenze verbunden. Über diese Grenze könnte alles kommen, was Muamar Gaddafi und seine Getreuen zum Bestehen eines Bürgerkrieges brauchen: Kämpfer, Geld sowie Waffen und andere Embargogüter. Im Libyschen Hinterland zur Grenze mit dem Tschad ist zudem Gaddafis eigener Volksstamm ansässig, Gaddafi hätte dort also obendrein Heimvorteil. Die Beziehung Muamar Gaddafis zu anderen ändern in Afrika beschreibt Sky News derart, dass man praktisch jeden beliebeigen Konflikt in Afrika nennen kann, gleich ob Liberia, Sierra Leone, Uganda, Mali oder Zimbabwe, überall habe Muamar Gaddafi bei mindestens einer Rebellengruppe oder einem Despoten seine Finger im Spiel, mit Militärhilfe, Wirtschaftshilfe, Investitionen, humanitärer Hilfe, Friedenstruppen und so fort. Wie das libysche Staatsfernsehen laut Al Jazeera berichtete, haben die Regierungen von Mali und Guinea sich bereits offen solidarisch mit der Regierung von Muamar Gaddafi erklärt.
Natürlich werden aus diesen Ländern keine Söldner nach Libyen kommen, aber wenn ihr großer Bruder, der sie jahrzehntelang im antikolonialistischen Befreiungskampf unterstützt hat, in Not ist, dann könnten die mit ihm befreundeten Regierungen es sicherlich kaum verhindern, dass antikolonialistische Befreiungskämpfer aus den mit Libyen befreundeten Ländern ihrem Bruder mit der Waffe in der Hand nun ihrerseits zu Hilfe eilen. Das würden die Menschen da natürlich nur aus idealistischen Motiven tun, und das Taschengeld, was die Regierung Libyens den zu Hilfe eilenden Freunden dank großer Reserven aus Öleinnahmen zahlen kann, ist natürlich nicht ausschlagend, sondern lediglich der Wille, ihrem Bruder im antikolonialistische Befreiungskampf beizustehen. Kurzum, Muamar Gaddafi kann sich, wenn er es nötig haben sollte, sicherlich auf sehr schagkräftige und bürgerkriegserprobte Unterstützung aus dem südlichen Ausland verlassen. Nicht wenige der potentiellen Kämpfer dürften im Rahmen von Militärhilfe von Libyern ausgebildet worden sein. Wenn Muamar Gaddafi sagt, Millionen stünden hinter ihm, dann sind das zumindest in Bezug auf seinen panafrikanischen Ansatz keine leeren Worte. Wer mit dem Gedanken spielt, Libyen zu besetzen, und dort ein Anti-Gaddafi-Regime zu errichten, der darf sich bei der gelegenheit auch schon mal Gedanken machen, wie er den Tschad, Niger, Mali, Mauretanien, Liberia, Guinea, Zambia, Zambabwe und eine Reihe weitere Gebiete in ganz Afrika besetzen will, um den für diesen Fall zu erwartenden Pro-Gaddafi-Rebellengruppen die Unterstützung abzuschneiden.
Wer diesen Hintergrund kennt, den verwundert es nicht, dass die USA und ihre Verbündeten trotz der kriegslüstern klingenden Rhetorik davor zurückschrecken, sich militärisch aktiv am Krieg zu beteiligen. Nicht einmal mit der Luftwaffe haben die USA und die NATO in die Kämpfe eingegriffen. US-Kriegsminister Robert Gates goss kaltes Wasser auf die Idee, Libyen mit der US-Luftwaffe anzugreifen. Das sei eine größere Operation und die US-Kriegsmaschine sei mit den Kriegen gegen Afghanistan und Irak ohnehin bereits überstrapaziert, hieß es aus dem Pentagon.
Die islamischen Aufständischen in Libyen könnten nun in der Zukunft versucht sein, ihren Mangel an erfahrenen Kämpfern nicht nur durch große Motivation zu kompensieren, sondern auch dadurch, dass sie islamische Kämpfer aus allen Teilen der Welt in ihre Reihen aufnehmen. So wäre es denkbar, dass Widerstandskämpfer aus Afghanistan, dem Irak, Pakistan und anderen Gebieten, wo islamische Befreiungskämpfer sich gegen imperialistische Eindringlinge zur Wehr setzen, den Aufständischen in Libyen zu Hilfe kommen.
Sollte dieses Szenario eintreten, so wäre das so etwas wie ein Hauptgewinn für die USA. Islamische Anti-Imperialisten und afrikanische Anti-Kolonialisten ermorden sich dann gegenseitig und Europa braucht bloß ein paar Kriegsschiffe ins Mittelmeer zu schicken, die dafür sorgen, dass es von Libyen aus keine Flüchtlinge nach Europa rüberschaffen. Obendrein könnten die westlichen Mächte wie beim irakisch-iranischen Krieg beide Seiten heimlich immer mit soviel Waffen beliefern, dass keine Seite gewinnt, und so dafür sorgen, dass das Gemetzel möglichst lange andauert und möglichst viele Opfer fordert. Während islamische und afrikanische Kämpfer in Libyen gegeneinander Krieg führen, könnte der Westen seine Hände in Unschuld waschen und sich andere wichtige Gebiete in anderen Teilen der Welt untertan machen. Auch finanziell wäre das Szenario für den Westen erfolgversprechend. Zum einen verfügt Libyen über genug Öl, um damit auf Jahrzehnte hinaus westliche Waffen zu bezahlen, und zum anderen wurden in westlichen Ländern dank des gerade ergangenen UN-Sicherheitsratsbeschlusses Milliarden libyschen Volksvermögens eingefroren, an dem der Westen sich bei Bedarf sicherlich schadlos halten kann.
Alles, was der Westen dazu tun muss, um das zynische Szenario einer Neuauflage eines Bruderkrieges im Stile des irakisch-iranischen Krieges 1980 Wirklichkeit werden zu lassen, ist die libysche Bevökerung zum Befreiungskrieg gegen Gaddafi aufhetzen und dann Däumchen drehen
Ali Suleiman Aujali, der zu den Aufständischen übergelaufene und zwischenzeitlich durch einen Nachfolger ersetzte libysche Botschafter in den USA, versteht die Welt nicht. CNN zitierte ihn vorgestern mit den Worten:
Sie (die internationale Gemeinschaft, insbesondere die USA sind gemeint) müssen den Himmel dominieren, sie müssen den Marsch der Panzer nach Misrata und nach Tripolis stoppen. Sie müssen Maßnahmen ergreifen, um diese Massaker zu stoppen, die in meinem Land jetzt geschehen. Wenn ihr jetzt nicht handelln könnt, dann ermutigt uns nicht zu sterben.
Dabei ist es ganz einfach. Der Westen hat überhaupt kein Interesse daran, dass die islamische Aufstandsbewegung in Libyen siegreich ist. Es geht nciht darum, eine Partei siegen zu lassen, sondern im Gegenteil darum, den Krieg am Laufen zu halten. Geraten die Aufständischen zu sehr in die Defensive, dann werden die Aufständischen aus humanitären Gründen gegen den Diktator unterstützt. Sollten Muamar Gaddafi und seine Getreuen zu sehr in die Defensive geraten, dann kann der Westen ganz schnell auf Pro-Gaddafi-Kurs umschwenken und ihn „beim Kampf gegen Al Kaida“ unterstützen.
Dieses Szenario durchbrechen können, da für keine Kriegspartei ein schneller Sieg absehbar ist, nur Friedensverhandungen, die möglichst schnell beginnen müssen und das Blutvergießen möglichst sofort beenden. Der venezualanische Präsident Huga Chavez hat solche Friedensverhandlungen vorgeschlagen. Aus Washington und Paris kam umgehend eine Absage: Friedensverhandungen darf es nicht geben, denn damit wäre der wunderbare Krieg ja schon beendet.
Muamar Gaddafi hat es akzeptiert, Friedensverhandlungen zu führen. Die Aufständischen haben Friedensverhandlungen abgelehnt. Gleichzeitig haben sie sich beklagt, dass der Westen sie zwar medial und dipomatisch aufhetzt, aber da, wo es entscheidend ist, nämlich beim Militär, nicht unterstützt. Diese Realitätslücke bei den Aufständischen gilt es seitens der Friedensbewegung dringend zu schließen. Die USA haben kein Interesse daran, dass der Krieg in Libyen beendet wird, im Gegenteil, sie profitieren umso mehr, je mehr der Krieg weitergeht. Gelingt es nicht, Frieden in Libyen zu stiften, droht ein langandauernder islamisch-afrikanischer Krieg, bei dem die Imperialisten der USA und der EU auf der Sonnenseite sitzen und profitieren, weil sie am Krieg nicht direkt beteiligt sind.
http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2




„Welt der Wunder“ war das erste Doku-Magazin im deutschen Privatfernsehen und ist die stärkste Marke im Bereich der Wissensformate in Deutschland. Produziert wird die Sendung von der in München ansässigen Welt der Wunder GmbH, die sich vornehmlich auf die Entwicklung von hochwertigen Film- und Fernsehformaten für den internationalen Markt spezialisiert hat. Die Welt der Wunder GmbH ist in Deutschland Marktführer im Bereich Wissenschaftsfernsehen und Dokumentation.
Mehr zu Welt der Wunder: www.weltderwunder.de
Internet-TV-Format: http://www.wdwip.tv/
----------------------------------------
http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2
"Fest verankert im Zeitschriftenmarkt und in einer soliden finanziellen Verfassung sind wir bestens für die Herausforderungen des immer härteren Wettbewerbs gerüstet." Trotz des auch beim Marktführer im deutschen Zeitschriftenbereich ("TV-Movie", "Bravo", "Neue Revue") spürbaren Drucks zu vermehrten Rationalisierungen habe der Verlag keine größeren Personalabbaupläne.
Bauer ließ durchblicken, dass er den Aufbau einer Regionalzeitungsgruppe für denkbar hält. Falls sich eine Gelegenheit dazu ergeben sollte, wäre Bauer bereit, sich in die Reihe der Interessenten einzureihen. Konkrete Vorhaben nannte er allerdings nicht.Die Verlagsgruppe hatte sich vergeblich um eine Übernahme des TV-Konzerns ProSiebenSat1 bemüht, der schließlich von dem US-Medienunternehmer Haim Saban gekauft wurde. Auf dem Berliner Zeitungsmarkt war Bauer vorübergehend als Interessent für den "Tagesspiegel" aufgetreten.
www.rtl2.de/Welt-der-Wunder Das erste Doku-Magazin im deutschen Privatfernsehen
The ‘Opportunity of Crisis’: Nixon blamed the left for ’72 shooting of George Wallace
Media blame following the Tuscon shooting tragedy parallels one of Richard Nixon’s worst ‘dirty tricks,’ when he attempted to “pin” George Wallace’s attempted assassin as a Leftist McGovern/Kennedy supporter in the media, and in manufactured evidence, before Bremer’s background or affiliation was known
Aaron Dykes
Prison Planet.com [1]
Saturday, January 15, 2011
Nixon’s scheme to use the attempted assassination of George Wallace for political gain– by seeking to brand assassin Arthur Bremer as a leftist– is a classic example of his re-election campaign’s all out “dirty tricks” political war against any and all enemies. Caught on tape in the Presidential recordings, the opportunistic manipulation of a tragedy in the national spotlight was a classic page out of the Nixon playbook– probably better recognized in our contemporary setting as a page out of the Rahm Emanuel-playbook [2], Obama’s former Chief of Staff and Chicago mayor hopeful. Emanuel famously quipped, “Never let a good crisis go to waste [3].” Now, political forces are very obviously trying to use [4] the tragic shooting of Rep. Gabrielle Giffords and its many victims for political gain via new tyrannical laws [5]. Nixon just wanted to get re-elected.
With the audacious grandstanding over the wounded and killed in Tuscon and all out mayhem in the media blame game [6], both the Left and Right wings of the political establishment have shamefully seized upon [7] Jared Lee Loughner’s shooting as an opportunity to ‘pin it’ on their enemies [8], outlaw criticism of public figures [9], stifle dissent [10] and turn free speech [11] into a privilege when it is a clearly defined right.
Ironically, under the guise of curbing inflammatory or potentially violent and surely “vitriolic” rhetoric to protect those who serve in Congress, many offensive “tragedy vultures” bearing gun control [12], hate speech or fairness doctrine legislation, have taken first blood, stinging their enemies with implication of guilt in a heinous murder spree, though these targets for blame have no connection to the crime.
As paralleled in Nixon’s actions following the attempt on Wallace’s life, the political powers of this country, and their partners in media, wasted no time in “pinning” political blame [13] on external forces within hours of the Tuscon incident, carefully coordinating an attack without even having a clear background of the accused assassin. The circumstances surrounding Loughner’s shooting are likely fresh on the readers’ minds. Here’s a parallel case, as revealed by the tape recorded reaction of President Nixon on May 15, 1972 mere hours after the shooting of presidential hopeful George Wallace, who was running in the 1972 Democratic primary before being shot by [convicted] assassin Arthur Bremer.
With a touching dose of Nixon’s well-known inner contradictions about calculating triangulations of strategies against multiple enemy fronts, or perhaps disconnected from the reality of the shooting and his political manipulation of the events, Richard Nixon first phoned his wife after learning of the shooting. Nixon wanted to inform her of the ‘problem’ conflicting with their pre-planned events. Nixon felt he had to take the night off to appear sympathetic. Nixon then phoned the wife of George Wallace to express sympathy and solidarity, commenting that “us people in politics have got to expect some dangers.” He then called to offer Ted Kennedy [14], not a candidate in 1972, the full protection of secret service. Later, after hatching the initial plan to politically damage both Kennedy and McGovern by associating them with the accused assassin, Arthur Bremer, Nixon seemed very concerned and asked his staff if he’d ‘done the right thing’ in offering Kennedy protection.
In between updates on the condition of Wallace, Nixon seems preoccupied with being the first to learn details about the assassin’s identity from the initial interrogations. He became frustrated when he learned that he couldn’t get someone into the jail to interrogate the shooter before the media learned about him first.
In this video, at about 6:46 minutes is two minutes of condensed audio WITH SUBTITLES from Richard Nixon’s presidential recordings on May 15, 1972 in the immediate hours after learning about the attempted assassination on George Wallace. A longer 17 minute excerpt [15] [listen [15]] includes these portions in greater context; clips of his conversation with Mrs. Nixon [16], Mrs. Wallace [17], Ted Kennedy [14]. 4 other excerpts not discussed directly in this article can be found at this site [18].
Alex Jones Show, Jan. 14, 2011: Is Government Attempting Nixonesque Dirty Trick with Loughner?
CUE AT 6:46 For Nixon Audio Tape (TRANSCRIPT BELOW)
–
Transcript of Nixon’s meeting to exploit the Wallace shooting
(Timecues=minutes in You Tube video above)
6:46 [President Richard Nixon – May 15, 1972 – Between 7:42 pm and 8:10 pm]
We’ve [...] to have the first report from the interrogation indicate that it was a McGovern / Kennedy supporter
6:56 [Nixon] Know what I mean? Rumors are going to flow all over the place. Put it on the left right away. Now, can you do that?
7:04 [Nixon] Who could you put it to that could kind of get it out?
7:06 [Chief of Staff H.R. “Bob” Haldeman] That’s Chuck [Colson, Counsel to the President] he knows better than I do
7:09 [Nixon] Okay. It must get out fast before they pin this on the right wing.
7:13 [Edit – Cut Point-- *BEEP*]
7:14 [Nixon]Be sure to pin the assassination– Just as they tried to pin the assassin– look could we play the game a little smart for a change?They pinned the assassination on Kennedy on the right wing- the Birchers
7:25: [Nixon] It was done by a Communist… And its the greatest hoax ever perpetrated. And I respectfully suggest- can we pin it on one of theirs?
7:38 [Colson] Well we can learn to agree. Bob? – [Haldeman / Nixon?] Sure
7:40 [Colson] No trouble at all. We’ll pursue in a hurry [this whole] student radical revolutionary; that’s easy.. the wire says he’s 21 years old, hell… the wire says [..?..]
7:51 [Nixon] Let’s say he was a supporter– just say he was a supporter of McGovern / Kennedy. Now just put that out. Just say that you have it on unmistakable evidence
8:04 [Haldeman] They got a previous arrest on the guy, so there ought to be a record on him [..?..] workplace–
8:08 [Nixon] Screw the record! Just say he was a supporter of ‘that’ and ‘that’ and put it out. Just say we have an authenticated report and- Chuck [Colson]… The thing is, tell your man this is a hot tip and give it to somebody that’s a friend [in the media].
[Edit – Cut Point-- *BEEP*]
8:23 [Haldeman] One of the concerns is that the press, or the local police or somebody else will get started on it and we won’t have any control of it
8:32 [Nixon] Stop it.
8:34 [Colson] You don’t have to sell it to this fellow [Clawson]. He says, ‘of course, of course he’s a student radical, naturally.’
8:38 […] [laughter]
8:40 [Colson] And I said, ‘of course, he’s from Wisconsin, that he worked in McGovern’s campaign.’ You don’t have to sell him. [Nixon] Good. [Colson] “He’s already convinced.”
—
END TRANSCRIPT
The FBI arrived at Bremer’s apartment before Nixon and Colson’s plan to plant leftist material and evidence of support for McGovern/Kennedy on Arthur Bremer could be carried out by E. Howard Hunt. According to Spartacus School [20], James Rowley, head of Secret Service, sent someone into the apartment without FBI cooperation who may have planted the material on Bremer on behalf of the White House.
Nevertheless, among the materials found in the apartment were materials supporting McGovern / Kennedy.
The next day, a 148 page diary was found in Bremer’s vehicle; some, including Gore Vidal, believe it was a planted forgery most likely placed by Hunt himself. The first sentence of this diary read “It is my personal plan to assassinate by pistol either Richard Nixon or George Wallace. I intend to shoot one or the other while he attends a campaign rally for the Wisconsin Primary”.
Evidence that Nixon had been targeted drew political blame away from his campaign and perhaps even motivated some sympathy. Later, supposed evidence of Arthur Bremer’s stalking Nixon during a campaign through Canada was also presented.
Bremer was convicted of shooting Wallace, and was imprisoned until his release on parole in 2007 [18]. George Wallace survived, but was paralyzed that fateful day after winning many Southern states throughout the primaries, and some in the North as well. Had Wallace’s support continued to grow across the country, it would have been a difficult supporter base to reconcile with the leftist base of McGovern or the Nixonian ‘silent majority’.
The AP reported on documents released in 2008 [21] that show the Nixon administration was monitoring Wallace’s impact on the ’72 race, classifying Alabama Gov. George Wallace as “a psychotic who could be useful in making trouble for his fellow Democrats.” Pat Buchanan, who worked in the Nixon White House, wrote in January of 1972 that “From an excellent source in Alabama comes word Gov. Wallace is ‘getting psychotic,’ that he has serious marital problems and that he is ‘not what he used to be,’ adding speculation that it would affect “just how much of an imbroglio he can create at the Miami Beach convention.”
According to researchers at Spartacus School [20], Arthur Bremer met with Counsel to the President Chuck Colson some 4 days before the shooting. That was relayed by Martha Mitchell, known for her big mouth, whose husband John N. Mitchell [22] was attorney general to Nixon and then, in ’72, director of the Committee to Re-elect the President (CREEP). Further Richard E. Sprague [23] wrote that Nixon dirty tricksters Donald Segretti and Dennis Cassini met Bremer and gave him money before his attempted assassination.
If these reports have any validity, the implications for the continued abuse of power through false flag and other contrived events, here again under Nixon, is astounding. Whether or not Bremer was a controlled element of the system or a lone nut, the Executive Branch attempted to seize upon the tragedy in order to yield political points for Nixon’s heated re-election bid at the expense of the ‘left.’ Nixon won the 1972 election against George McGovern in a record-setting landslide before leaving office under the auspices of a national scandal known best as “Watergate.”
—-
The age old tactic of blaming an enemy and seizing upon the ‘opportunity of crisis’ continued, of course, through the abuses of power of the White House in the years to come.
Hinckley, Reagan’s attempted assassin, blamed his interest in the movie Taxi Driver, reportedly based in part on Arthur Bremer, for his obsession with politically-left Jodie Foster. But Hinckley had a closer connection to family friend Vice President George Bush and his son Neil. Clinton blamed militia and radicals for Waco and the Oklahoma City Bombing, a massacre and staged false flag event, respectively. George W. Bush had 9/11, the PATRIOT Act and the wars in Iraq and Afghanistan, which were blamed on terrorists and which demanded a surrender of our freedoms in the homeland. Obama and Homeland Security Secretary Janet Napolitano grandstanded over the victims [24] of the Tuscon shootings, as he prepares to move on legislation proposed by his fellow travelers in Congress to further degrade the Bill of Rights. President Obama, with Rahm Emanuel’s playbook in hand, is poised to continue a legacy of ‘pinning’ it on the enemy and moving forward with an Anti-American agenda under the cover of tragedy.
Article printed from Prison Planet.com: http://www.prisonplanet.com
URL to article: http://www.prisonplanet.com/the-%e2%80%9
URLs in this post:
[1] Prison Planet.com: http://www.prisonplanet.com
[2] page out of the Rahm Emanuel-playbook: http://www.prisonplanet.com../rand-paul-r
[3] Never let a good crisis go to waste: http://www.youtube.com/watch?v=_mzcbXi1T
[4] very obviously trying to use: http://www.prisonplanet.com../political-h
[5] via new tyrannical laws: http://www.prisonplanet.com../a-warning-t
[6] media blame game: http://www.prisonplanet.com../poll-ameri
[7] shamefully seized upon: http://www.prisonplanet.com../facts-of-s
[8] enemies: http://www.prisonplanet.com../splc-blame
[9] outlaw criticism of public figures: http://thehill.com/blogs/blog-briefing-r
[10] stifle dissent: http://www.prisonplanet.com../in-wake-of-g
[11] free speech: http://www.prisonplanet.com../another-tr
[12] gun control: http://www.prisonplanet.com../third-gun-c
[13] wasted no time in “pinning” political blame: http://www.prisonplanet.com../congresswo
[14] called to offer Ted Kennedy: http://nixontapes.org/mp3/024-091.mp3
[15] longer 17 minute excerpt: http://nixontapes.org/mp3/339-004.mp3
[16] Mrs. Nixon: http://nixontapes.org/mp3/024-083.mp3
[17] Mrs. Wallace: http://nixontapes.org/mp3/024-089.mp3
[18] this site: http://nixontapes.org/wallace.html
[19] Image: http://www.stansberryresearch.com/pro/10
[20] Spartacus School: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFK
[21] AP reported on documents released in 2008: http://articles.sfgate.com/2008-12-03/ne
[22] John N. Mitchell: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFK
[23] Richard E. Sprague: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFK
[24] Obama and Homeland Security Secretary Janet Napolitano grandstanded over the victims: http://www.prisonplanet.com../attempt-by-o
You are viewing
war_is_illegal