"Nuclear Power - A Fairytale"
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exibition "Nuclear Power - A Fairytale"
http://www.uran-munition.de/veranstaltungen/kreuzberg/index.html

Donnerstag, dem 26. Januar 2012 – Mahnwache anlässlich Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in
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Donnerstag, dem 26. Januar 2012, von 9.30 Uhr bis 12.00 Uhr am Brandenburger Tor (Westseite, Platz des 18. März)

Mahnwache anlässlich der Beschlussfassung im Bundestag zur Verlängerung des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan

Mit einer Aktion und auf Transparenten wird die Friedensbewegung an die Toten des Afghanistan-Krieges erinnern, die Kosten des Krieges summieren und die Forderung erheben, die Truppen sofort und bedingungslos aus Afghanistan abzuziehen. Bei der Mahnwache werden die bisher gesammelten weit über 100.000 Unterschriften „Den Krieg in Afghanistan beenden — zivil helfen!“ präsentiert.

Der Truppenrückzug aus Afghanistan ist nicht die Lösung der Probleme, aber er ist die notwendige Voraussetzung für eine politische Lösung.
Deshalb: Truppen raus jetzt und nicht erst 2014! Trotzdem will die Bundesregierung am 26. Januar vom Bundestag den Einsatz der Bundeswehr verlängern lassen. Das nun vorliegende Mandat für die Kriegsverlängerung bis Anfang 2013 sieht eine winzig kleine Reduzierung des Bundeswehrkontingents um gerade einmal 100 Soldaten vor, bemerkt der Bundesausschuss Friedensratschlag.
Laut Antrag der Bundesregierung werden im kommenden Jahr „bis zu 4.900 Soldatinnen und Soldaten mit entsprechender Ausrüstung eingesetzt“. Derzeit sind es noch 5.000 Soldaten. Optional wird in der Begründung des Antrags eine weitere Verkleinerung des Kontingents auf 4.400 Soldaten als Ziel genannt, allerdings nur, „soweit die Lage dies erlaubt“. Der
Abzug der 100 Soldaten soll durch „Auskämmen“ erfolgen, d.h. ohne Substanz- bzw. Kampfkraftverlust. Außerdem ist die Bundesregierung bestrebt, im zweiten Halbjahr 2012 vier fabrikneue Kampfhubschrauber TIGER einsetzen zu wollen.

Dies würde die Kampfkraft erheblich steigern.
Mit anderen Worten: Der Krieg in Afghanistan wird mit verstärkten Mitteln fortgesetzt. Eine Ausstiegsperspektive ist nicht in Sicht. Der vorliegende Antrag ist eine Mogelpackung und dient lediglich der Beruhigung der Bevölkerung, die den Kriegseinsatz nach wie vor mehrheitlich ablehnt.

Die Friedensbewegung antwortet auf die neuerliche Kriegsfortsetzung mit ihrer alten, aber nach wie vor aktuellen Forderung: Sofortiger, bedingungsloser und vollständiger Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan. Erst ohne Militär kann zivile Hilfe, die ebenfalls von allen Parteien versprochen wird, in größerem Umfang in Afghanistan geleistet werden. Ziviler Aufbau im Krieg ist eine Unmöglichkeit.


Fukushima - Es ist wieder passiert - und es wird wieder passieren!
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G. Landmesser   für   LPA Berlin

Keine Eintagsfliege:  http://www.graswurzel.net/349/atom.shtml

Japanische Hightech-Atomkraftwerke sind besonders erdbebensicher gebaut,
so hat man uns jahrzehntelang erzählt. Jahrzehntelang haben wir gewarnt,
mittlerweile fast 40 Jahre lang, daß atomare Energieerzeugung letztendlich
keine in allen Aspekten beherrschbare Technologie ist und für
hunderttausende Jahre lebensgefährlichen Giftmüll produziert. Kaum 5.000
Jahre reicht das Gedächtnis der Menschheit zurück... manchmal nicht einmal
fünf.

Nun hat ein einziges schweres Erdbeben dazu geführt, daß gleich mehrere
der sechs japanischen Atommeiler in Fukushima1, einem der größten AKWs der
Welt, sich im Stadium eines unkontrollierbaren GAU, dem Größten
Anzunehmenden Unfall, befinden. Zurückzuführen ist dies u.a. auch darauf,
dass versäumt wurde, in die Druckbehälter Notventile einzubauen.
Mindestens zwei Druckbehälter sind schon undicht. Mit ein paar
lächerlichen Löschspritzen -echter Hightech im Lande der Roboter!-
versucht man nun der verfahrenen Lage Herr zu werden und ein paar arme
Feuerwehrleute werden verheizt.
In Fukushima lagert genügend Brennmaterial um damit 15 Atomkraftwerke zu
bestücken. Eine final unkontrollierbare Kernschmelze steht kurz bevor oder
hat wahrscheinlich schon begonnen. Es ist schon wirklich bizarr, dass
einem AKW, das dirket am Wasser gelegen ist, das Kühlwasser fehlt... und
daß mensch es offenbar nicht schafft, welches in relevanten Mengen
hinzupumpen. Hätte nicht innerhalb einer Woche ein provisorisches
Rohrsystem zum nahen Meerwasser gelegt werden können, um es einzuspeisen?
Das ganze "Krisenmanagement" sieht ziemlich dilettantisch aus.
Nach der weltweit gültigen Katastrophenstaffel INES wurde Fukushima1
inzwischen von unabhängigen Instituten auf INES_6 hochgestuft, das ist die
zweithöchste Kategorie. Ein "Sarkophag" ist im Gespräch.
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationale_Bewertungsskala_für_nukleare_Ereignisse

Von TOSHIBA wurden einige der Fukushima1-Meiler gebaut (AP1000 design),
andere, darunter Block1, nach "GENERAL ELECTRIC Mark 1 containment
design". Die GE-Container wurden schon 1971 von US-Wissenschaftlern als
unsicher kritisiert. "Seit der Übernahme der Westinghouse Nuclear ist
Toshiba auch Eigentümer der Westinghouse Electric Germany GmbH in
Mannheim. ..."
http://de.wikipedia.org/wiki/Toshiba
http://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2011-03/19643454-erdbeben-stichwort-toshiba-016.htm
http://www.benzinga.com/news/11/03/930863/dangers-of-general-electrics-mark-1-reactors-known-for-40-years-ge
Ein Boykott dieser Firmen sollte ebenso erfolgen, wie der aller anderen
AKW-Betreiber, -Hersteller und -Nutznießer.

http://www.cnic.jp/english/   [atomkritische site aus Japan]

Die Fukoshima1-Meiler sind offenbar teils auch mit schneller schmelzenden,
risikoreicheren Mischoxid-Brennelementen (MOX) aus Brennstabrecycling
bestückt (30-40% der Brennelemente eines Reaktorkerns in denen zu 7-8% das
tödlichste radioaktive Gift Plutonium verwendet wird, Halbwertszeit 28.000
Jahre...). Dem Anschein nach haben diese MOX-Brennstäbe das Durchgehen des
Blocks Nr. 3 in Fukushima1 beschleunigt und um das Risiko massiver
Putoniumfreisetzung angereichert. Von kritischen Wissenschaftlern wird die
Menge einer möglichen Freisetzung radiaktiver Isotope aus MOX-Elementen
als doppelt so hoch im Vergleich zu üblichen Uranbrennstäben angesehen.
Wie viele MOX-Brennstäbe im trockengelaufenen Hexenkessel des
Abklingbeckens des mehrfach brennenden Reaktor4 lagern (wo sie
normalerweise fünf Jahre bleiben müssen bevor sie endgelagert werden), ist
völlig unklar. Im Becken sind auch die wegen Wartungszwecken aus dem
Reaktorkern entnommenen im Betrieb befindlichen neuen, sehr heissen
Brennstäbe des Reaktor4.
"Aus physikalischen Gründen reduziert der Einsatz von MOX-Brennstoff die
Wirksamkeit der Steuerstäbe, macht den Reaktor instabiler und erhöht das
Risiko, dass ein Unfall zur Katastrophe wird."
http://www.robinwood.de/Atomtransporte.283.0.html
"MOX-Brennstäbe sind in rund der Hälfte der deutschen Atomreaktoren im
Einsatz." (Geenpeace)
http://nuclearstreet.com/nuclear_power_industry_news/b/nuclear_power_news/archive/2010/09/17/fukushima-to-restart-using-mox-fuel-for-first-time-091704.aspx

Die Folgen der Katastrophe sind im dichtbesiedelten Japan unvorstellbar -
Hunderttausende sind schon auf der Flucht und können möglicherweise nie
mehr in ihre Heimat zurückkehren. Die Evakuierungszone wird ständig
ausgeweitet - Experten aus den USA halten mindestens 50 km für notwendig.
ZigMillionen Menschen sind bedroht, alleine 35 Millionen im Großraum
Tokio. Hochgiftige radioaktive Stoffe werden durch Wind - und
Wasserströmungen über den ganzen Erdball verteilt. Ein größeres Desaster
als das schon grauenerregende Tschernobyl, vor 25 Jahren in der Ukraine,
droht und scheint kaum noch aufhaltbar.
In einer Meldung dieser Tage hieß es, v.a. Wildschweine aus von
Tschernobyl-fallout betroffenen Gegenden Deutschlands seien immer noch zu
30% wegen zu hoher Strahlenbelastung mit Caesium 137 ungenießbar, ebenso
wie die Pilze die sie dort im Wald fressen. Der SuperGAU verseucht die
Sau.
http://www.frankenpost.de/nachrichten/hofrehau/rehau/art2452,1465276
Dabei wäre das Szenario in Japan voraussehbar gewesen: am 4. November 1952
hat ein ähnliches Erdbeben der Stärke 9 auf der Richterskala vor der
Südostküste der nahegelegen russischen Halbinsel Kamtschatka
stattgefunden. Dem folgte ein Tsunami, der die Kleinstadt Sewero-Kurilsk
auf der benachbarten Kurilen-Insel Paramuschir gänzlich zerstörte.
Der nächste SuperGAU könnte übrigens in Mexico auf dem Programm stehen, wo
bei Laguna Verde, am erdbebengefährdeten Golf von Mexico, ein
Fukushima-baugleicher Reaktor als Zeitbombe steht...
http://amerika21.de/meldung/2011/03/25949/protest-atom-mexiko

Übrigens: wer den Medien nicht traut, kann die Welt-Erdbebenaktivität hier
(zurück)verfolgen - vor Japan, Ostküste von Honshu, bebt weiter
ununterbrochen der Seegrund bei Werten von 4,x bis nahe6 auf der
Richterskala:
http://geofon.gfz-potsdam.de/db/eqinfo.php

Und hier gibts die aktuellen Lage-Infos der Gesellschaft für Anlagen- und
Reaktorsicherheit (GRS mbH):   http://www.grs.de/de

In Canada erschütterte ein kleines Beben der Stärke 4,3 auf der
Richterskala am 16.03.2011 die Gegend zwischen Montreal und Ottawa, so
wurde gemeldet - verortet hat es die GFZ Potsdam aber in Süd-Ontario ...
also bei Toronto. Das Beben setzte ausgerechnet die "website for
Earthquakes Canada, the federal monitoring body" schachmatt...
Auch in Canada kam es zu einem "kleinen" Störfall: ein AKW bei Toronto hat
infolge eines Pumpenlecks am Montag 73.000 Liter mit Tritium verseuchtes
Wasser in den Ontario-See abgelassen.

In Deutschland wird gebetsmühlenartig wiederholt (die alte Leier), daß
"unsere" Atomkraftwerke absolut sicher sind - todsicher. Das beweist ja
schon die Liste Dutzender kleiner und mittlerer Störfälle innerhalb von
Jahrzehnten, die teils erst mal unter den Teppich gekehrt wurden. Rein
schönrechnerisch gibt es ja nur alle 100.000 Jahre eine Kernschmelze in
Atomreaktoren - mittlerweile haben wir weltweit schon mindestens vier
davon.
Auch Tsunamis und gefährliche Erdbeben gäbe es in Deutschland nicht, so
hört mensch. Wirklich nicht? Schauen wir uns einmal die FAKTEN an:

Am 18. Oktober 1356 wurde die Stadt Basel in der Schweiz, nahe der
deutschen Grenze, von einem verheerenden Erdbeben der Stärke 8 und
nachfolgenden Bränden fast völlig zerstört. Es gab nur deswegen nicht mehr
als rund 300 Tote, weil die meisten Menschen bei leichteren Vorbeben aus
der Stadt aufs offene Feld geflüchtet waren. Basel liegt, wie andere
nördlichere Städte, am tektonisch aktiven Rheingraben, der sich bis nach
Norddeutschland hinauf zieht.
Bei einem baselähnlichen Erdbeben bei Köln würde vom 600 Jahre lang
aufgetürmten Kölner Dom nicht viel übrig bleiben. Köln hat in historischer
Zeit aber schon zwei vernichtende Erdbeben erlebt: unter den Römern eines,
bei dem sich teils der Boden verflüssigte und noch eines hunderte Jahre
später. Dafür gibt es starke Indizien. Der Kölner Dom wurde auf den
antiken Ruinen errichtet.

Am 13. April 1992 erschütterte ein Erdbeben von 5,9 (nach anderen Quellen
bis 6,1) auf der Richterskala die deutsch-niederländische Grenzregion bei
Roermond. Das war vorerst das letzte größere Erdbeben in Deutschland mit
Gebäude- und Personenschäden. Aber es gab vorher andere Beben, sogar mit
Toten.

In der Vulkan-Eifel gibt es noch virulente Magmablasen, der hessische
Vogelsberg war einst der größte Vulkan Europas (zum Glück schon sehr, sehr
lange erloschen), aber die letzten Vulkane in Südfrankreich haben erst vor
3.000 Jahren das letzte Mal Feuer gespuckt. Erdgeschichtlich war das vor
ein paar Sekunden... . Menschen denken jedoch nicht in geologischen oder
auch nur historischen Zeiträumen, sondern nur so weit ihr kurzes
Gedächtnis reicht.

http://www.altbasel.ch/dossier/erdbeben.html
http://de.wikipedia.org/wiki/Erdbebengebiet_Kölner_Bucht
http://terra-x.zdf.de/ZDFde/inhalt/30/0,1872,7104926,00.html
http://www.lgrb.uni-freiburg.de/lgrb/aktuell/presse/pressemitteilung_020908

Trotz der bekannten Erdbebengefährdung am Rheingraben wurden längs des
Rheins und an seinen Nebenflüssen (Neckar) Atomkraftwerke gebaut.
http://web.de/magazine/nachrichten/erdbeben/12374212-starkbeben-risiko-gefaehrdet-deutsche-akw.html

Aber es gibt neben möglichen (allzu)menschlichen Fehlleistungen,
Terroristen- und Cyberangriffen und zufälligen Flugzeugabstürzen nicht nur
Erdbebengefährdungen für AKWs. Seuchengefahren (Pandemien) können das
Personal der Kraftwerke ausschalten und so zu unkontrollierten AKWs
führen, die uns dann zusätzlich um die Ohren fliegen. So auch im
Kriegsfall bei direkten oder ABC-Angriffen. Zunehmend müssen wir mit
weiteren, nicht weniger schlimmen Gefahren rechnen, die die Erdbebengefahr
vergleichsweise harmlos erscheinen lassen: Sturmfluten an den Küsten,
reissende Flüsse die nach sintflutartigem Regen über die Ufer treten.
Hierzu gibt der von "kontraste" just veröffentlichte Geheimbericht der
Bundesregierung erschütternd klare Auskünfte. Nach diesen Einschätzungen,
dürfte KEIN EINZIGER deutscher Atom-Meiler länger am Netz bleiben.
http://www.ndr.de/fernsehen/sendungen/ndr_aktuell/media/ndraktuell4425.html
http://www.netzpolitik.org/2011/kontraste-leakt-akw-prufkatalog-der-bundesregierung/
 [Kommentar, Video Kontraste, Paper-links]
http://www.netzpolitik.org/wp-upload/Internes-Papier-BMU-zu-SicherheitsÅberprÅfungen-AKW.pdf

Möglicherweise auch überschwappende Seen (z.B. am 16.11.1911 gab es in
Konstanz am Bodensee ein schweres Erdbeben mit Gebäudeschäden - da
allerdings ohne Binnenseetsunami). Im Jahre 1601 kam es nachweislich im
Luzerner See (CH) zu einem Binnenseetsunami. Solche Binnenseetsunamis
können durch erdbebenbedingte Landabbrüche ausgelöst werden, dort wo sich
steile Ufer befinden.
http://www.es.ucsc.edu/~ward/papers/Lucerne.pdf
http://earth.esa.int/workshops/ers97/papers/theilen/
Aber auch in Nord- und Ostsee kann es zu Tsunamis durch Landabbrüche in
Fjorden oder an Steiküsten kommen, bei denen Wellen von zehn Meter Höhe
und mehr entstehen können...

Schlimmstenfalls können erdbebenbedingt Staumauern brechen, z.B. die der
Rurtalsperre in der Eifel. Das mag mancheR als phantastisch aus der Luft
gegriffene Panikmache ansehen, aber die Geschichte lehrt uns, daß es
scheinbar aus dem Nichts kommend entsetzliche Katastrophen gab, die nur
durch den Nebel der Zeit heute in einem milderen Licht liegen oder häufig
ganz vergessen sind und nur ab und zu durch Indizien nachgewiesen werden.
Nichts ist mächtiger als die Naturgewalten. Die selbstgemachte
Klimakatastrophe wird uns mit Sicherheit vor Extrem-Wetterbedingungen
stellen, wie sie die Welt seit Menschengedenken nicht erlebt hat -
ausgelegt sind unsere Bauten dafür nicht.

Einen guten Überblick von der DEGB ( http://www.dgeb.org./ ) über die
tektonischen Gefährdungen in Deutschland bekommt mensch hier:
http://www.uni-weimar.de/projekte/dgeb/files/Erdbeben_in_Deutschland.pdf
"Schadensbeben der Stärke des Basel-Bebens von 1356 oder des
Friaul-Bebens1976 können auch in Deutschland stattfinden. "
Hier handelte es sich um Beben der Stärke 8-9 (EMS). Für den Aachener Raum
wird eine 10%-Überschreitens-
Wahrscheinlichkeit der bisherigen Beben
innerhalb von 50 Jahren angegeben. Dort steht zum Beispiel das
"Kernforschungszentrum Jülich". Die Sonderregeln für den Bau von
Atomkraftwerken  sind unter KTA 2201 geregelt.
"Die Auslegung sonstiger Industriebauten ist zur Zeit [in Deutschland]
nicht verbindlich geregelt." [...]
"Eine Wiederholung des Bebens von 1978 bei Albstadt würde heute bereits
Kosten von ca. 0,5 Mrd. €verursachen. Bei einem Beben z.B. der Magnitude
6,4 mit Epizentrum nahe Köln könnten die versicherten Schäden nach Angaben
der Münchener Rückversicherung die Größenordnung von 20 bis 30 Mrd. €
erreichen."

In einer Studie aus dem Jahre 1996 (!!) von Prof. Dr. Eckhard Grimmel
vom Institut für Geographie - Universität Hamburg, ist folgende
Einschätzung zu lesen:
"Das AKW Mülheim-Kärlich ist kein Einzelfall [als Risikomeiler]. Es ist
repräsentativ für alle deutschen Atomkraftwerke. Kein einziges ist
hinreichend gegen seismische Einwirkungen ausgelegt (Tab. 2). Denn im
Norddeutschen Tiefland ist mit einem maximalen Magnitudenwert von M = 6
bzw. I = 8 oder 9 und in den übrigen Gebieten, beson ders in der
Rhein-Riftzone, von M = 6,75 bzw. I = 10 oder 11 zu rechnen (Ahorner 1989,
S. 60/61)."
Offenbar hat bisher solche Warnungen kein Mensch an verantwortlicher
Stelle wirklich ernst genommen, egal von welcher regierenden Partei.

Bei der Erdbebenstation Bensberg im Rheinland, lassen sich interessante
Daten zu deutschen Erdbeben seit 1975 einsehen. Erfaßt sind auch weitere
europäische Beben, die in Bensberg registriert wurden:
http://www.seismo.uni-koeln.de/catalog/index.htm

Soviel zur seismischen Lage in D-Land. Nach diesen Daten und Fakten liegt
auf der Hand, daß auch hier gefährliche Beben stattfinden können und nicht
nur hinter den Alpen. Solche Beben können im übrigen auch unterirdische
Atommülllager beschädigen und unbrauchbar machen. Auch kleine Beben können
zu Erdbewegungen führen. Angebliche Sicherheitsbescheinungen durch
sogenannte Experten haben sich mehrfach als falsch erwiesen. Die Asse,
einst unter Oberverwaltung der ausgebildeten Physikerin Angela Merkel,
wurde auch als sicher gepriesen und nur wenige Jahre reichten, um diese
Aussagen Lügen zu strafen. Das "Endlager" ist völlig leck und die
"Sanierung" = Räumung wird schätzungsweise 3,5 Milliarden Euro kosten -
auch weil illegal hochradiaktiver Müll dort in unzureichend gesicherten
Behältnissen einfach ohne Kartografierung abgekippt wurde. Wieviel Solar-
oder Windenergieanlagen ließen sich für 3,5 Mrd. € bauen?!
Nun soll auch Gorleben wieder sicher geredet werden.

Die verbrecherische Dummheit und extrem kriminelle Energie der
Atomindustrie, die in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten Deutschland
in dieses teure und gefährliche Atomabenteuer gebracht hat, ist kaum zu
toppen. Die atommüll-schwarzgelbe Regierung hat alle Register gezogen,
gegen den erklärten Willen der übergroßen Mehrheit der deutschen
Bevölkerung zu dekretieren und zu regieren. Es gehört schon einige Chuzpe
dazu, dies noch als Muster-Demokratie zu verkaufen. Den Grünen und der SPD
kann mensch mindestens Schlampigkeit bei der Abfassung der
Ausstiegsverträge aus der Atomtechnik vorwerfen - ohne diese Schlampigkeit
wäre keine Verlängerung der Laufzeiten für AKWs möglich gewesen. Aber
SchwarzGelb hat das Land sehenden Auges der Atom-Mafia zum Fraß
vorgeworfen - aus geld- und machtpolitischen Erwägungen. Mußte erst ein
Fukushima passieren um die Notbremse zu ziehen? Und sicher soll bald der
Zug wieder mit Atomvolldampf weiter voranrollen. Ein paar kleine
Zugeständnisse - ein paar der schrottigsten Meiler vom Netz, evtl. nur
zeitweise - und dann wieder Atom-Business as usual. So hätten sie das
gerne. Die Hofschranzlerin der Atom-Mafia bietet sich als super
GAUleiterin an.

Nicht zu vergessen ist jedoch, daß SPD-altKanzler Schmidt erst die
Atomkraft im wahrsten Sinne des Wortes in den 1970er Jahren vor Brokdorf,
Krümel, Kalkar, Grohnde und anderswo durchgeprügelt hat. Unter seiner
Aegide waren bis zu 200 Atomkraftwerke in Deutschland in Planung! CDU-Kohl
mußte nur noch weitermachen. Auch der "Genosse der Bosse", ExKanzler
Schroeder profilierte sich ebenso als Handlanger der
Energiemonopolkonzerne wie sein Parteigenosse aus Nordrhein-Westfalen,
ExMinisterpräsident Clement.

Generationen von sehr begründet Demonstrierenden und Protestierenden haben
jahrzehntelang im Auftrag der Politik und Energiekonzerne den
Bullenknüppel auf sich tanzen gespürt, sind rechtswidrig mißhandelt worden
und haben tonnenweise Tränengas schlucken müssen. Wir alle haben 40 Jahre
mit den Risiken des schleichenden Giftes leben, hochrisikoreiche
Atomtransporte aushalten müssen und z.B. hunderte Kinder sind im Bereich
von AKWs an Blutkrebs erkrankt und teils nach irrsinnigen Leiden
gestorben. ZigMilliarden Steuergelder sind für die Förderung der
Atomenergie und ihren Schutz verschleudert worden (ob wir jemals eine
Endabrechnung sehen?), die heute zur Energiewende fehlen, einer Wende, die
schon vor mindestens 25 Jahren hätte stattfinden müssen und können. Wäre
all dieses Geld und all dieser Aufwand in die Entwicklung und Installation
nachhaltiger Öko-Energie gesteckt worden, müssten wir uns heute über
NICHTS Sorgen machen (es sei denn um unsere dummen Nachbarn und möglichen
fallout von weit her). Statt dessen stecken wir bis zum Hals in der
strahlenden Scheiße. Danke Politik! Danke Wirtschaft!

Vielleicht hat man in den ersten Jahren des AKW-Baus auch bei den
ständigen oberirdischen Atombombenexplosionen (ca. 1200 A.-Tests) und
ihrem zwangsläufigen weltweiten fallout gedacht, daß es eh egal ist, ob
noch ein wenig Radioaktivität von Atomkraftwerken dazu kommt. Auch der
Wissensstand war noch naiv und dürftig. Viele Verantwortliche glaubten
wirklich an saubere Energie aus AKWs. Aber schon 1970 fertigte der
US-Professors für Radiologie Ernest J. Sternglass (*1923 in Berlin), bis
dahin Atomkraftbefürworter, mit seinen Student_inn_en eine Studie an, die
auf die immensen Risiken der radioaktiven Niedrigstrahlung hinwies. Er und
seine wissenschaftlichen Unterstützer wurden darauf hin nachhaltig
geächtet, denn er hielt den Atomkraftwerksbetreibern aufgrund
stichhaltiger wissenschaftlicher Beweise vor, sie seien "Babykiller".
Zudem hatte Sternglass erkennen müssen, daß die vorwiegende Motivation für
den Bau von Atomkraftwerken und -anlagen die militärische Nutzung ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ernest_J._Sternglass
http://www.ratical.com/radiation/inetSeries/nwEJS.html

Alleine in Europa sind heute 195 Atomfabriken am Netz und 19 weitere im
Bau. Geplant sind noch mehr. Eine der Optionen mit der diese Giftküchen
betrieben werden ist MOX, Brennelemente, die Plutonium, das schlimmste auf
diesem Planeten künstlich erzeugte Gift, enthalten. Zig Tonnen davon
lagern im russischen Majak (Tscheljabinsk, Süd-Ural), einem seit 1957
völlig verseuchten Gebiet, in dem sich die erste riesige, lange vertuschte
Atommüllkatastrophe ereignete. Damals wurden 23.000 Quadratkilometer auf
Jahrtausende verseucht und teils unbewohnbar. Erst 1989 wurde der Unfall
von der SU offiziell zugegeben. Atommüll wurde dort einfach in die
Landschaft verklappt, Menschen als Versuchskarnickel mißbraucht. Das
Gebiet ist ein Albtraum, aber ganz nach dem Geschmack der Atomindustrie,
die dort weiter lagert und produziert, auch im Auftrag des Westens. Die
USA lagern dort sogar (nichtwaffenfähiges) Plutonium das zur Aufarbeitung
in MOX-Brennstäben bestimmt ist...
http://de.wikipedia.org/wiki/Kyschtym-Unfall
http://vimeo.com/17432730  [Video "Verseuchtes Land"]
Und dennoch sollen weitere neue Katastrophenreaktoren in aller Welt gebaut
werden - alleine in den USA 33 unter unserem "Helden" Obama. Nicht nur das
ZK der VR China setzt verblendet auf die Desastertechnologie.

Seit die Energiekonzerne durch Inbesitznahme der kommunalen
Energieversorgung von Kommune und Staat eine Lizenz zum Gelddrucken
erhalten haben -denn Strom wird immer gebraucht- sind sie zu
Machtdinosauriern ausgewachsen, die alles unter sich platttrampeln was
ihnen in den Weg kommt, Machtkonglomerate die Politik, Medien und
Wissenschaft dreist manipulieren. Die einzige Möglichkeit ihnen
beizukommen ist, ihnen ohne Wenn und Aber die Energieerzeugung zu
entziehen, diese umweltfreundlich zu dezentralisieren und die Konzerne
entschädigungslos zu enteignen. Mit dem wiedergewonnenen Geld kann
versucht werden, die Schäden einer rücksichtslosen Ausbeutungswirtschaft
zu sanieren und endlich den Konzernen die politische Macht zu entreißen,
die sie durch ihre zusammengerafften Milliarden darstellen. Nur so ist
eine neue und freie Entwicklung gesellschaftlichen Lebens denkbar.

Scheinbar "ökologische" Megaprojekte wie DESERTEC sind ebenso unnötig wie
schädlich, egal wie öko sie sich geben. Sie halten uns weiter in
Abhängigkeit von Staaten und Konzernen. Wir brauchen keine ultrateuren
Fernleitungen zu Solarkraftwerken in den afrikanischen Wüsten, um Strom
für Europa zu erzeugen (geplant nur ca. 15%). Das europäische Festland und
seine vorgelagerten Küsten bieten genügend Möglichkeiten zur
flächendeckenden eigenen Energieversorgung nach dem Baukastenprinzip
(Energiemix). Sinnvoller wäre dann schon eine Verlagerung
energieintensiver Industrien nach Afrika, hin zu dort solar erzeugtem
Strom, um den Menschen vor Ort faire Arbeitsmöglichkeiten und einen
ökologischen Wohlstand zu bieten, von dem alle in der Welt ihren Nutzen
hätten. Das würde dann auch die unsägliche "Festung Europa" endlich
überflüssig machen.
http://de.wikipedia.org/wiki/Desertec

Vor allem aber müssen die Völker der Welt davon überzeugt werden, den
anhaltenden atomaren Wahnsinn umgehend zu beenden und alle Atomkraftwerke
schnellstmöglich stillzulegen. Schon der vorhandene strahlende Müll wird
der Menschheit auf Jahrzehntausende genug Probleme bereiten. Weiterer darf
nicht mehr angehäuft weden! Genug!!
Es muß nach mehr als einem halben Jahrhundert schwerwiegender Irrtümer,
Fehler und unglaublicher Skupellosigkeit im Umgang mit Natur und Menschen
endlich die Vernunft obsiegen! Die Katastrophe von Japan muß der Anfang
vom schnellstmöglichen Ende des Atomwahnsinns werden. Der Preis den wir,
und vor allem die japanischen Menschen dafür zahlen werden, ist ohnehin
schon viel zu hoch. Und das meine ich nicht einfach finanziell.

Wir haben die verdammte Pflicht gegenüber allen Opfern der Atom-Politik
weltweit und gegenüber allen kommenden Generationen, JETZT einen
Schußstrich zu ziehen - wenigstens dort wo wir das beeinflussen können.
Wenn wir das nicht tun, haben wir unser Recht auf diesen Planeten
verwirkt. "Wir brauchen eine Anti-Atom-Revolution" (GWR)

R@lf G. Landmesser   für   LPA Berlin

Keine Eintagsfliege:  http://www.graswurzel.net/349/atom.shtml

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Dr. Franklin Lamb from Beirut - `Libya needs an international delegation`
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Libyan rebels are gaining more ground in the country while the calls for an international delegation to hold talks and prevent more violence are being encouraged.

Interview with  international Lawyer, Dr. Franklin Lamb from Beirut regarding the uprisings in Libya and how the US was caught off guard.

Dr. Franklin Lamb is Director, Americans Concerned for Middle East Peace, Beirut-Washington DC, Board Member of The Sabra Shatila Foundation, and a volunteer with the Palestine Civil Rights Campaign, Lebanon. He is the author of The Price We Pay: A Quarter-Century of Israel’s Use of American Weapons Against Civilians in Lebanon and is doing research in Lebanon for his next book.
 
Question: Franklin, we were speaking earlier to one of our analyst and he was saying what Libya needs now is a breakthrough maybe from the opposition. What kind of a breakthrough do you think Libya needs right now for these revolutionary forces to succeed?

Lamb: Well, I am picking up on your words. I think because of the rapidly escalating killing that we are seeing … If we could just get a break, that is Gaddafi has supposedly offered two or three international fact finding groups. I personally think it would be excellent if today an international delegation were to appear there. I think that might have the effect of tamping down some of this really dangerous and erupted violence. It looks like it's going to intensify very quickly so I think the international community should try and get a presence in there of diplomats and representatives of the international community to start talking and trying to see if there is any basis to at least take a break, and to stop this movement toward catastrophe.

Question: Franklin, I would like you to respond to this question. It is the question regarding the US and the West. We are hearing some of our earlier analysts saying that the US and West are standing by in the current point in time, and just watching the events in Libya unfold. First of all how do you access the role that has been taken on this by the West and the United States?

Lamb: Of course they were caught off guard. I'm against military intervention so I don't fault them for that; although, it looks like the British are trying to probe a bit. There is support in Washington to get a team in there. I see some contradiction … many say on the one hand what's needed is more violence in a sense with the rebels apparently killing more people and taking control. That is going to happen, but I don't think it's going to benefit the rebels. I think that the power may be a pendulum going toward Gaddafi. That is why I go back. I don't think they deny completely the rationale for getting an international delegation in there.

I have heard conflicting reports about the rebels' point of view. But I feel certain if a creditable international delegation from the Arab League for example went in there immediately; the rebels would not boycott them. I think they would talk. I believe in the old notion of talk, talk, talk rather than war, war, war if we can arrange that. The violence is going to continue unless that happens. The West's position can be criticized but the Arabs haven't done anything. Nobody has done much. I'm not sure a lot can be done unless they are going to go in militarily, which I think everyone pretty much rejects. So you have to find a way to get in there and talk and try to calm things down. Maybe have some troops freeze in place with conditions if Chavez could get Gaddafi to do that and then someone can talk with the rebels. I think that is the international obligation and I do think it would be useful. It's one of the few national options that we have, and we have to try it.

Question: If you want to speak about leaving the Libyan people to decide what is going to happen to their country. Franklin Lamb, do you think that leaving the Libyan people on this matter because if it's going to work, as some say can the Arab League or any other force come in play here without asking Gaddafi to go? That is not going to be accepted by the people is it?

Lamb: Well, we don't know for sure. You gave a million graphics of what the other countries want. Obviously the Libyan people want the same. I think the talks would start off without conditions. The important thing is to get the talks going. Saying we can't have talks unless we agree in advance that Gaddafi goes, that's probably not going to happen. Some believe the talks would buy time for Gaddafi. Look, it will buy time for the Libyan people too. It would save lives. So the sooner this shooting stops and the delegation said it would not begin unless there is a cease fire.

So first you need a ceasefire and then they can talk. You may find it repulsive to even consider talking if Gaddafi stays. He may go or he may stay. Again it's for the people to decide and they will be well represented. I see an urgency of getting somebody in there, getting a ceasefire and preventing this catastrophe. So we will have to learn this afternoon if that delegation is going to firm and get in there. As I understand the government has accepted it. I'm not convinced again that the rebels who are completely rejected out of hand. If it shows up, believe they will meet with them. Then at least people can then get to the hospital and get some food and get some humanitarian aid in there while the talking goes. Then it will bring in more international pressure. I think it's critical that some international delegation from the Arab League gets in there.

Interview was originally published here
http://www.presstv.com/detail/168511.html


Droht ein islamisch-afrikanischer Krieg? - Versuch einer Analyse
war_is_illegal

In Libyen ist Krieg. Man mag das zwar formell anders nennen, aber wo Maschinengewehre rattern, Geschütze donnern und Menschen in großer Zahl zur Front eilen und viele davon sterben, da ist de facto Krieg. Anti-Gaddafi-Kräfte kämpfen bewaffnet gegen Pro-Gaddafi-Kämpfe und umgekehrt. Bewaffnete Anti-Gaddafi-Kräfte haben gestern die Städtchen Ras Lanuf im Osten zurückerobert und bewaffnete Pro-Gaddafi-Kräfte haben derweil das Städtchen Az Zawiyah im Westen zurückerobert. Dutzende Menschen sind allein gestern wieder gestorben.

Nachdem Mein Parteibuch vor etwas mehr einer Woche eine erste Analyse des Konfliktes in Libyen und der daran beteiligten Parteien geliefert hat, die den Schwerpunkt auf das erkennbare Anheizen des Aufstandes durch die USA und verbündete imperialistische Mächte folgt nun ein zweiter analytischer Blick, der die jüngere Entwicklung und weitere Erkenntnisse berücksichtigt und dabei die vorherige Einschätzung in wesentlichen Teilen korrigiert.

Es ist eine seltsame Situation, wenn die USA, die EU, der Iran, arabische Diktaturen wie Katar und Saudi-Arabien sowie arabische Befreiungsbewegungen wie die Hisbollah an einem Strang ziehen. Allen diesen Kräften gemeinsam ist die öffentlich vertretene Forderung, entweder direkt durch Regierungsvertreter oder indirekt durch von ihnen kontrollierte Medien indirekt geäußert, danach, dass der libysche Revolutionsführer Muamar Gaddafi weg muss. Friedensverhandlungen sind von dieser Seite nicht erwünscht, sofern Muamar Gaddafi in Tripolis an der Macht bleibt.

Diese seltsame Koalition lässt erahnen, dass hinter der Forderung nach der Entmachtung von Muamar Gaddafi trotz jeweils ähnlicher Rhetorik von Menschenrechten nicht überall deckungsgleiche Interessen, Erwartungen und Hoffnungen stehen. Es macht deshalb Sinn, sich die jeweils dahinterstehenden Interesssen und Hoffnungen genauer anzuschauen.

Daraus, dass sowohl die Kräfte der Regierung als auch die Aufständischen in den letzten Tagen ein vergleichbar miserables Verhältnis zu Menschenrechten offenbart haben, kann man getrost schließen, dass die unmittelbare Durchsetzung von Menschenrechten in diesem Konflikt, wenn überhaupt, dann jedenfalls keine besonders große Rolle spielt. Demonstranten wurden von Kräften der Regierung erschossen, gefangene Sicherheitskräfte von Aufständischen gelyncht und Menschen mit schwarzer Hautfarbe von beiden Seiten gejagt und ausgeraubt. Die Erkenntnis, dass Menschenrechte in kriegerischen Konflikten keine besonders große Rolle spielen, ist auch alles Andere als neu. Welchen Konflikt in der Vergangenheit man sich auch anschaut, so zeigt sich bedauerlicherweise immer wieder, dass Menschenrechte in der Geschichte bewaffnete Konflikte wenn überhaupt, dann allenfalls eine geringe Rolle gespielt haben.

Fidel Castro erkärte, er vermute, dass es den USA und ihren Verbündeten in Libyen nicht um Menschenrechte, sondern um Öl geht. Die Argumentation hat durchaus Überzeugungskraft. Libyen hat die größten nachgewiesenen Ölvorkommen Afrikas und die Kontrolle über Erdöl gehört zu den erklärten Zielen amerikanischer Politik. Es liegt nahe, dass es der Plan der USA war, in Libyen eine bunte CIA-Revolution zu versuchen, um dort einen Herrscher zu instalieren, der ihnen den Ölreichtum des Landes devot vor die Füße legt, anstatt den Ölreichtum einerseits durch Sozialprogramme für die Bevölkerung zu verschwenden und andererseits damit jede Menge Bewegungen zu unterstützen, die den USA missliebig sind. Fidel Castro erklärte in der letzten Woche, er vermute, dass die USA für den Fall, dass es zur Übernahme des libyschen Ölreichtums nicht gelingt, in Libyen durch eine mehr oder minder sanfte bunte Revolution eine US-Marionette als Herrscher zu installieren, die Besetzung Libyens durch die NATO beabsichtigen.

Angesichts dieser Perspektive erscheint es ausgesprochen seltsam, dass auch der Iran und seine islamischen Verbündeten den Aufstand mit massiver Propaganda in staatlichen iranischen Medien unterstützt. In iranischen Medien jagt eine Medung über die glorreichen Siege der islamischen Aufständischen gegen bösen unislamischen prowestlichen Diktator Muamar Gaddafi die andere. Der iranische Präsident Mahmud Ahmadinejad spricht von einem islamischen Erwachen.

Die Erwartungshaltung des Iran mag dabei ein Interview mit Mohsen Saleh verdeutlichen, den der staatliche iranische Sender Press TV kürzlich als politischen Analysten aus Beirut vorstellte und interviewte. Mohsen Saleh erklärte, die Muslime in Libyen wollen ein neues Regime aufbauen, nicht nach dem grünen Buch Gaddafis, nicht nach der Philosophie der Amerikaner oder des Westens, sondern gemäß den islamischen Doktrinen und den islamischen Lehren. Er erwarte keinen Bürgerkrieg, denn die Menschen stünden beisammen, gemeinsam gegen das Krebsgeschwür Gaddafi, das nun herausgeschnitten werde. Das sei auch der Grund dafür, dass Gaddafi Söldner aus dem Ausland anheuere.

Auch der Kommandeur der iranischen Revolutionsgarden, Mohammad-Ali Jafari, äußerte sich, während die Kämpfe in Libyen auf Hochtouren liefen, öffentlich zu den Aufständen in der Region. Laut Press TV sagte er, die Welt sehe gerade „die weiche Kraft des Islam“ und die Aufstände seien inspiriert durch die iranische Revolution und widersprach Berichten, dass die USA eine Rolle bei den gegenwärtigen Aufständen spielen würden. Er erklärte, die USA machten zwar große Bemühungen, diese Ereignisse zu kontrollieren und zu steuern, aber es sei unklar, zu welchem Grad ihnen das gelinge.

Das kann man in etwa so verstehen, dass die USA den Aufstand angezettelt haben mit dem Ziel, das Regime von Muamar Gaddafi gegen einen ihnen genehmeres prowestliches Regime auszutauschen, aber der Iran dagegen wettet, dass nach einem Sturz Gaddafis ein weniger prowestliches und mehr islamisches Regime die Macht in Libyen übernehmen wird, und den Aufstand deshalb auch unterstützt. Wer die Massen beim Freitagsgebet gestern in Bengasi über den Internetsender der Aufständischen gesehen hat, dem kann nicht entgangen sein, dass dort ein brüllender Imam die Gläubigen zur Revolution angepeitscht hat. Selbst ohne die gepredigten Worte zu verstehen, ist es angesichts der Intonation völlig klar, dass in Bengasi eine mächtige und radikale islamische Geistlichkeit den Ton angibt. Nach einer Herrschaft prowestlicher Kräfte sah das nicht aus. Man darf also mit einiger Berechtigung vermuten, dass die Analysten des Iran Recht haben und proamerikanische Kräfte in Libyen nicht die Oberhand behalten werden, wenn die Aufständischen gegen die Pro-Gaddafi-Kräfte siegen, sondern letztlich ausgesprochen antiwestliche islamische Kräfte die Macht übernehmen werden.

Das kann den USA eigentlich nicht entgangen sein. Demnach ist es wenig verwunderlich, dass der Iran den Aufstand medial unterstützt, sondern eher seltsam, dass die USA und ihre Verbündeten den Aufstand unterstützen. Dass das Szenario einer islamischen Machtübernahme in Libyen eintritt, setzt allerdings voraus, dass die Aufständischen gegen die Pro-Gaddafi-Kräfte siegen.

Und danach sieht es, wie die mehr oder minder unentschieden ausgegangenen Kämpfe gestern zeigen, trotz der von den Aufständischen verbreiteten Siegeszuversicht kurzfristig nicht aus. Auch längerfristig, wo Unterstützung aus dem Ausland bei bewaffenten Auseinandersetzungen eine entscheidende Rolle spielt, sieht es nicht unbedingt nach einem Sieg für die Aufständischen aus.

Es ist zwar richtig, dass Muamar Gaddafi die Unterstützung der USA und der EU verloren hat, die Aufständischen auch die Sympathie der gerade revolutionierten Nachbarländer Tunesien und Ägypten im Westen und im Osten haben, verbale Solidaritätsnoten aus Kuba, Venezuela und Nicaragua für Gaddafi den Konflikt nicht entscheiden und Gaddafi auch nicht von der arabischen Halbinsel und erst recht nicht dem Iran Unterstützung zu erwarten hat, doch bei dieser Betrachtung der Isolation Gaddafis wird eine wichtige Komponente des Konfliktes regelmäßig vergessen: die Südgrenze Libyens, der afrikanische Kontinent. Von dort darf Muamar Gaddafi jede Menge Unterstützung erwarten.

Da ist zunächst einmal der Tschad. Im Tschad hat gerade die Partei von Präsident Idriss Deby, einem alten anti-koloniaistischen Kampfgefährten von Gaddafi, wieder einmal die Wahlen gewonnen. Idriss Deby war 1990 durch einen von Muamar Gaddafi unterstützten gewaltsamen Staatsstreich an die Macht gekommen und sein Regime basiert noch heute zu einem guten Teil auf der wirtschaftlichen, militärischen und politischen Unterstützung durch Libyen. Durch einen Regime Change in Libyen wäre seine eigene Macht gefährdet. Der Tschad ist mit Libyen geografisch im Süden durch eine kaum kontrollierbare viele Hundert Kilometer lange Wüstengrenze verbunden. Über diese Grenze könnte alles kommen, was Muamar Gaddafi und seine Getreuen zum Bestehen eines Bürgerkrieges brauchen: Kämpfer, Geld sowie Waffen und andere Embargogüter. Im Libyschen Hinterland zur Grenze mit dem Tschad ist zudem Gaddafis eigener Volksstamm ansässig, Gaddafi hätte dort also obendrein Heimvorteil. Die Beziehung Muamar Gaddafis zu anderen ändern in Afrika beschreibt Sky News derart, dass man praktisch jeden beliebeigen Konflikt in Afrika nennen kann, gleich ob Liberia, Sierra Leone, Uganda, Mali oder Zimbabwe, überall habe Muamar Gaddafi bei mindestens einer Rebellengruppe oder einem Despoten seine Finger im Spiel, mit Militärhilfe, Wirtschaftshilfe, Investitionen, humanitärer Hilfe, Friedenstruppen und so fort. Wie das libysche Staatsfernsehen laut Al Jazeera berichtete, haben die Regierungen von Mali und Guinea sich bereits offen solidarisch mit der Regierung von Muamar Gaddafi erklärt.

Natürlich werden aus diesen Ländern keine Söldner nach Libyen kommen, aber wenn ihr großer Bruder, der sie jahrzehntelang im antikolonialistischen Befreiungskampf unterstützt hat, in Not ist, dann könnten die mit ihm befreundeten Regierungen es sicherlich kaum verhindern, dass antikolonialistische Befreiungskämpfer aus den mit Libyen befreundeten Ländern ihrem Bruder mit der Waffe in der Hand nun ihrerseits zu Hilfe eilen. Das würden die Menschen da natürlich nur aus idealistischen Motiven tun, und das Taschengeld, was die Regierung Libyens den zu Hilfe eilenden Freunden dank großer Reserven aus Öleinnahmen zahlen kann, ist natürlich nicht ausschlagend, sondern lediglich der Wille, ihrem Bruder im antikolonialistische Befreiungskampf beizustehen. Kurzum, Muamar Gaddafi kann sich, wenn er es nötig haben sollte, sicherlich auf sehr schagkräftige und bürgerkriegserprobte Unterstützung aus dem südlichen Ausland verlassen. Nicht wenige der potentiellen Kämpfer dürften im Rahmen von Militärhilfe von Libyern ausgebildet worden sein. Wenn Muamar Gaddafi sagt, Millionen stünden hinter ihm, dann sind das zumindest in Bezug auf seinen panafrikanischen Ansatz keine leeren Worte. Wer mit dem Gedanken spielt, Libyen zu besetzen, und dort ein Anti-Gaddafi-Regime zu errichten, der darf sich bei der gelegenheit auch schon mal Gedanken machen, wie er den Tschad, Niger, Mali, Mauretanien, Liberia, Guinea, Zambia, Zambabwe und eine Reihe weitere Gebiete in ganz Afrika besetzen will, um den für diesen Fall zu erwartenden Pro-Gaddafi-Rebellengruppen die Unterstützung abzuschneiden.

Wer diesen Hintergrund kennt, den verwundert es nicht, dass die USA und ihre Verbündeten trotz der kriegslüstern klingenden Rhetorik davor zurückschrecken, sich militärisch aktiv am Krieg zu beteiligen. Nicht einmal mit der Luftwaffe haben die USA und die NATO in die Kämpfe eingegriffen. US-Kriegsminister Robert Gates goss kaltes Wasser auf die Idee, Libyen mit der US-Luftwaffe anzugreifen. Das sei eine größere Operation und die US-Kriegsmaschine sei mit den Kriegen gegen Afghanistan und Irak ohnehin bereits überstrapaziert, hieß es aus dem Pentagon.

Die islamischen Aufständischen in Libyen könnten nun in der Zukunft versucht sein, ihren Mangel an erfahrenen Kämpfern nicht nur durch große Motivation zu kompensieren, sondern auch dadurch, dass sie islamische Kämpfer aus allen Teilen der Welt in ihre Reihen aufnehmen. So wäre es denkbar, dass Widerstandskämpfer aus Afghanistan, dem Irak, Pakistan und anderen Gebieten, wo islamische Befreiungskämpfer sich gegen imperialistische Eindringlinge zur Wehr setzen, den Aufständischen in Libyen zu Hilfe kommen.

Sollte dieses Szenario eintreten, so wäre das so etwas wie ein Hauptgewinn für die USA. Islamische Anti-Imperialisten und afrikanische Anti-Kolonialisten ermorden sich dann gegenseitig und Europa braucht bloß ein paar Kriegsschiffe ins Mittelmeer zu schicken, die dafür sorgen, dass es von Libyen aus keine Flüchtlinge nach Europa rüberschaffen. Obendrein könnten die westlichen Mächte wie beim irakisch-iranischen Krieg beide Seiten heimlich immer mit soviel Waffen beliefern, dass keine Seite gewinnt, und so dafür sorgen, dass das Gemetzel möglichst lange andauert und möglichst viele Opfer fordert. Während islamische und afrikanische Kämpfer in Libyen gegeneinander Krieg führen, könnte der Westen seine Hände in Unschuld waschen und sich andere wichtige Gebiete in anderen Teilen der Welt untertan machen. Auch finanziell wäre das Szenario für den Westen erfolgversprechend. Zum einen verfügt Libyen über genug Öl, um damit auf Jahrzehnte hinaus westliche Waffen zu bezahlen, und zum anderen wurden in westlichen Ländern dank des gerade ergangenen UN-Sicherheitsratsbeschlusses Milliarden libyschen Volksvermögens eingefroren, an dem der Westen sich bei Bedarf sicherlich schadlos halten kann.

Alles, was der Westen dazu tun muss, um das zynische Szenario einer Neuauflage eines Bruderkrieges im Stile des irakisch-iranischen Krieges 1980 Wirklichkeit werden zu lassen, ist die libysche Bevökerung zum Befreiungskrieg gegen Gaddafi aufhetzen und dann Däumchen drehen

Ali Suleiman Aujali, der zu den Aufständischen übergelaufene und zwischenzeitlich durch einen Nachfolger ersetzte libysche Botschafter in den USA, versteht die Welt nicht. CNN zitierte ihn vorgestern mit den Worten:

Sie (die internationale Gemeinschaft, insbesondere die USA sind gemeint) müssen den Himmel dominieren, sie müssen den Marsch der Panzer nach Misrata und nach Tripolis stoppen. Sie müssen Maßnahmen ergreifen, um diese Massaker zu stoppen, die in meinem Land jetzt geschehen. Wenn ihr jetzt nicht handelln könnt, dann ermutigt uns nicht zu sterben.

Dabei ist es ganz einfach. Der Westen hat überhaupt kein Interesse daran, dass die islamische Aufstandsbewegung in Libyen siegreich ist. Es geht nciht darum, eine Partei siegen zu lassen, sondern im Gegenteil darum, den Krieg am Laufen zu halten. Geraten die Aufständischen zu sehr in die Defensive, dann werden die Aufständischen aus humanitären Gründen gegen den Diktator unterstützt. Sollten Muamar Gaddafi und seine Getreuen zu sehr in die Defensive geraten, dann kann der Westen ganz schnell auf Pro-Gaddafi-Kurs umschwenken und ihn „beim Kampf gegen Al Kaida“ unterstützen.

Dieses Szenario durchbrechen können, da für keine Kriegspartei ein schneller Sieg absehbar ist, nur Friedensverhandungen, die möglichst schnell beginnen müssen und das Blutvergießen möglichst sofort beenden. Der venezualanische Präsident Huga Chavez hat solche Friedensverhandlungen vorgeschlagen. Aus Washington und Paris kam umgehend eine Absage: Friedensverhandungen darf es nicht geben, denn damit wäre der wunderbare Krieg ja schon beendet.

Muamar Gaddafi hat es akzeptiert, Friedensverhandlungen zu führen. Die Aufständischen haben Friedensverhandlungen abgelehnt. Gleichzeitig haben sie sich beklagt, dass der Westen sie zwar medial und dipomatisch aufhetzt, aber da, wo es entscheidend ist, nämlich beim Militär, nicht unterstützt. Diese Realitätslücke bei den Aufständischen gilt es seitens der Friedensbewegung dringend zu schließen. Die USA haben kein Interesse daran, dass der Krieg in Libyen beendet wird, im Gegenteil, sie profitieren umso mehr, je mehr der Krieg weitergeht. Gelingt es nicht, Frieden in Libyen zu stiften, droht ein langandauernder islamisch-afrikanischer Krieg, bei dem die Imperialisten der USA und der EU auf der Sonnenseite sitzen und profitieren, weil sie am Krieg nicht direkt beteiligt sind.

http://nocheinparteibuch.wordpress.com/2011/03/05/ein-islamisch-afrikanischer-krieg-droht/


Egypt:: Ex-Interior Minister's alleged involvement in attack on copt church
war_is_illegal
EGYPT
Mubarak Regime ‘Provoked’ Attacks on Christians
By Cam McGrath

CAIRO, Mar 3, 2011 (IPS) - Ousted Egyptian president Hosni Mubarak portrayed himself as a paradigm of stability in a country he once described as a "powder keg" of sectarian unrest. Yet far from promoting stability, his regime may have actually been the source of much of the religious strife it claimed to suppress.

Analysts say there is growing evidence that Egyptian security forces planned attacks on Christian churches and clergy, or allowed them to happen. The apparent purpose of the attacks was to reinforce the idea to sympathetic Western governments that without Mubarak, radical Islamist groups would gain a foothold in Egypt and wage a holy war on its Christian community.

"Many people believe the sectarian incidents taking place in the country were the making of state security forces," says Moustafa Kamel El-Sayed, a professor of political science at Cairo University. "Some might be surprised if they were not."

Egypt has the largest Christian community in the Middle East. Copts, who make up about 10 percent of the country’s 82 million inhabitants, claim they have faced persecution and discrimination in the workforce.

While Muslims and Christians have cohabited Egypt for centuries, sectarian violence often flares up over land disputes between Christians and Muslims, attempts to build or renovate churches, or rumours of forced conversions. Most incidents are quickly diffused by a heavy security presence.

Last year was one of the bloodiest on record. The year began with a drive-by shooting in the southern town of Nag Hammadi that killed six Copts leaving a church service, and ended with an apparent suicide bombing at Al-Qiddisine church in the Mediterranean city of Alexandria as worshippers emerged from a New Year’s Eve mass. Some 24 people were killed and nearly 100 wounded in the attack.

The government accused a Gaza-based Islamist group with links to Al-Qaeda of carrying out the deadly bombing. However, leaked British intelligence documents purportedly suggest the attack was orchestrated by a senior official of the Mubarak regime.

The diplomatic papers, first cited by Al-Arabiya Arabic news channel, allege that former interior minister Habib El-Adly established a black ops unit in 2004 supervised by 22 security officers with drug dealers, Islamic militants and security personnel on its payroll. The unit’s role: carry out false flag acts of provocation and sabotage around the country aimed at diverting people’s attention away from the regime’s corruption and unpopular political manoeuvres.

"El-Adly militias," as they were described, were also instructed to "wreak havoc in the country if the regime was threatened."

According to British diplomats cited in the documents, the clandestine security apparatus was behind a number of sectarian incidents in Egypt, including the Alexandria church bombing. The unit organised the deadly attack then pinned the blame on a foreign Islamist group in order to bolster western support for Mubarak’s authoritarian regime, they said.

If true, the revelations in these documents would be "explosive," says Adel Ramadan, a lawyer who has represented victims in many sectarian cases.

The intelligence report is said to reveal how El-Adly’s security officers used their informant network to contact Jundullah, an Islamic extremist group, offering to provide weapons for an operation aimed at "disciplining the Copts." Members of Jundullah were recruited to park a car wired with explosives in front of Al-Qiddisine church, then detonate it by remote control. But the operation’s ministry handler detonated the parked vehicle before the recruit could get out, making the deadly bombing appear as a suicide attack.

El-Adly’s operatives then snared Mohamed Abdel-Hadi, the leader of Jundullah, and transferred him to an interior ministry facility in Cairo. He was able to escape along with hundreds of other prisoners during Egypt’s recent popular uprising, and sought asylum at the British embassy. It was there that he explained his involvement and the double cross to diplomats, according to the documents.

Egypt’s public prosecutor has launched an investigation into reports of the former interior minister’s involvement in the Alexandria church bombing. If proven, it would corroborate eyewitness reports that police officers normally stationed in front of Al-Qiddisine church abandoned their posts less than an hour before the attack.

"The allegation that police forces withdrew ahead of the attack was also heard in other incidents, including the Nag Hammadi shooting," says Sherif Azer of the Egyptian Organisation for Human Rights (EOHR). If prosecutors can demonstrate government complicity, "we will consider (petitions to) reopen investigations into other church attacks."

Egypt’s January 25 Revolution exposed the willingness of Mubarak’s authoritarian regime to sabotage public order in order to protect itself, say analysts. For several days, the nation’s entire police force disappeared from the streets, allowing looters and escaped convicts to terrorise citizens.

"It was a diabolical plan that by sowing disorder throughout the country people would have no choice but to stop protesting and ask for President Mubarak to come back to restore order," El-Sayed told IPS.

That there were no church attacks during this security vacuum reinforced people’s suspicions that the sectarian incidents taking place in their country were largely the making of security forces.

"During the January 25 Revolution all the police abandoned their posts, yet not one single church in the country was attacked," El-Sayed points out. "Even the Jewish synagogues were left untouched after police vacated them."
http://ipsnews.net/news.asp?idnews=54699


Prosecution investigates Interior Minister's alleged involvement in church attack
http://www.thedailynewsegypt.com

Alexandria: War Innenminister beteiligt? Schwere Vorwürfe gegen ehemaliges Kabinettsmitglied
www.islamische-zeitung.de

Ägyptische Generalstaatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen früheren Innenminister ein
Der ägyptische Generalstaatsanwalt hat Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, ob der Ex- Innenminister Habib el-Adly
in den Terroranschlag in Alexandria verwickelt ist.
http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=2573&PHPSESSID=d41099374ad1f12c9d3ff8157c088422 <http://www.gfbv.de/pressemit.php?id=2573&PHPSESSID=d41099374ad1f12c9d3ff8157c088422>

Ex-Innenminister soll hinter Anschlag auf Christen stehen
Al-Arabiya: Sprengstoffattentat auf Kirche von 31. Dezember vom Innenministerium organisiert
http://derstandard.at/1297216422071/Ex-Innenminister-soll-hinter-Anschlag-auf-Christen-stehen

Angriffe auf ägyptische Christen: Regime unter Verdacht
Die Behörden ermitteln gegen den gestürzten Innenminister:
Er soll Terrorkommandos gegen Kopten aufgebaut haben.
http://diepresse.com/home/panorama/religion/634669/Angriffe-auf-aegyptische-Christen_Regime-unter-Verdacht?_vl_backlink=/home/panorama/religion/index.do

Italienische Tageszeitung "Corriere della Serra": - Beteiligung des ägyptischen Geheimdienstes am Anschlag
auf Koptische Kirche in Alexandria in der Sylvesternacht 2010?
http://www.911video.de/news/110211/index.html

Dismissed interior minister to be investigated soon, say judicial sources
Al-Adly has also been accused of planning the bombing of Alexandria's Two Saints' Church in Alexandria, which killed more than
20 Coptic Christians last New Years Eve.
Former Interior Minister Habib al-Adly will "soon be investigated" once all necessary legal procedures are completed, according to judicial sources.
The same sources said the ex-minister had been charged with profiteering, fraud, the seizure of state-owned land, money laundering and ordering peaceful
http://www.almasryalyoum.com/en/news/dismissed-interior-minister-be-investigated-soon-say-judicial-sources

Cairo court orders former Interior Minister Adly's assets be seized
Adly is under house arrest after being banned from leaving the country.
He has also been accused of playing a role in the bombing of Alexandria's Two Saints' Church on New Year’s Eve.
An Egyptian court has ordered the confiscation of the fortune of former Interior Minister Habib al-Adly, the state news agency reported Thursday.
The unpopular poltician is worth eight billion Egyptian pounds (one billion euros), according to Al-Masry Al-Youm newspaper.
http://www.english.rfi.fr/africa/20110217-cairo-court-orders-former-interior-minister-adlys-assets-be-seized

Berlin, 11. Februar 2011
Die Staatsanwaltschaft in Kairo soll nach Berichten der italienischen Zeitung Corriere della Serra eine Untersuchung gegen den ehemaligen Innenminister Ägyptens eingeleitet haben. Als Grund für die Untersuchung wird eine mögliche Verwicklung in den Terroranschlag in Alexandra angegeben.
Bei dem Angriff in der Sylvesternacht waren 21 Menschen ums Leben gekommen.
Der ägyptische Ex-Innenminister Habib El Adly, der nach den brutalen Polizeieinsätzen vom 25. Januar aus dem Amt entlassen worden war, wird verdächtigt eine entscheidende Rolle bei dem Anschlag gegen die koptische Kirche gespielt zu haben.
Ein ägyptischer Rechtsanwalt namens Mamdouh Hamdy sagte aus, dass zwei der wegen der Anschläge Angeklagten
während der Unruhen am 25. Januar aus dem Gefängnis ausgebrochen seien und in der britischen Botschaft Schutz gesucht hatten.
Sie berichteten, dass der Angriff auf die koptische Kirche von Fathi Abdel Wahed, einem dem ehemaligen Innenminister El Adly nahestehenden Beamten organisert worden sei. Der Anschlag sei Teil einer organisierten Strategie der Geheimdienste,
die Aufmerksamkeit von innenpolitischen und sozialen Probleme abzulenken.

Dies war bereits am 7. Febuar in einem Artikel des in Dubai ansässigen Fernsehsenders Al Arabiya berichtet worden.

Hier der Artikel in der Corriere della Serra

Hier die Google Übersetzung
Ex-

Ägyptischer Ex-Innenminister in Terroranschlag in Alexandria verwickelt?
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Laut einem Bericht des in Dubai ansässigen Fernsehsenders Al Arabiya soll Ägyptens Generalstaatsanwalt Beschuldigungen gegen den ehemaligen Innenminister Habib el-Adly nachgehen.

Dem inzwischen unter Hausarrest stehenden Adly wird nach dem Al Arabiya Beicht vorgeworfen, in das Attentat gegen die Al-Qiddissin Kirche in Alexandria verwickelt zu sein.

Bei dem Anschlag in der ägyptischen Hafenstadt waren am Weihnachtstag 24 Menschen ums Leben gekommen.

Der agyptische Rechtsanwalt Ramzi Mamdouh berichtet in dem Artikel, er habe der ägyptischen Staatsanwaltschaft unter der Leitung von Abd al-Majid Mahmud dementsprechende Indizien vorgelegt.
Er sagte weiterhin, alles deute darauf hin, dass der ehemalige Innenminister den tödlichen Angriff auf die Kirche mit der Absicht habe ausführen lassen, um Islamisten der Tat beschuldigen zu können.

http://www.alarabiya.net/articles/2011/02/07/136723.html

Former Interior Minister suspected being behind Egypt church bombing...

Ex-minister suspected behind Alex church bombing
Monday, 07 February 2011

Via
Egypt's general prosecutor on Monday opened probe on former Interior Minister Habib el-Adly's reported role in the New Year's Eve bombing of al-Qiddissin Church in Alexandria in which 24 people were killed, an Egyptian lawyer told Al Arabiya.

Laywer Ramzi Mamdouh said he had presented a proclamation to Egyptian prosecutor Abd al-Majid Mahmud to investigate news media reports suggesting that the former interior ministry had masterminded the deadly church attack with the intent to blame it on Islamists, escalate government crackdown on them, and gain increased western support for the regime.

Mahmud said the information contained in some reports were "serious."

The proclamation, numbered 1450, pointed to the news reports sourcing a UK diplomat who explained the reasons why Britain has insisted on the immediate departure of Egyptian President Hosni Mubarak and his regime, especially his interior ministry's security apparatus previously directed by el-Adly.

According the UK diplomatic sources quoted in the reports, the former interior minister had built up in over six years a special security system that was managed by 22 officers and that employed a number of former radical Islamists, drug dealers and some security firms to carry out acts of sabotage around the country in case the regime was under threat to collapse.

The proclamation also pointed, sourcing reports on UK intelligence services, that interior ministry officer Maj. Fathi Abdelwahid began in Dec. 11, 2011 preparing Ahmed Mohamed Khaled, who had spent 11 years in Egyptian prisons, to contact an extremist group named Jundullah and coordinate with it the attack on the Alexandria church.

"Discipline the Copts"

Khaled reportedly told the group he could assist with providing weapons he had allegedly obtained from Gaza and that the act was meant to "discipline the Copts."

After contact was made, a Jundullah leader named Mohammed Abdelhadi agreed to cooperate in the plot and recruited a man named Abdelrahman Ahmed Ali to drive a car wired with explosives, park it in front of the church and then leave it to be detonated by remote control, according to the report.

But Maj. Abdelwahid, who worked for the interior ministry, reportedly detonated the car before the Jundullah recruit got out, therefore killing him and 24 worshipers in the church.

After the attack, the interior ministry officer asked Khaled to go meet the Jundullah leader in an Alexandria apartment and evaluate the success of the attack.

A few days later the two men met in an apartment in Alexandrian's Abdel-Moneim Riad street. During their meeting Maj. Abdelwahid and his security forces raided the apartment and arrested them. They were then driven immediately on ambulance to an interior ministry building in Cairo.

They stayed in detention until Jan. 28 when the ministry of interior and its security system broke down allowing them to escape as did thousands of prisoners around the country.

When they fled, both the men went straight to the UK embassy in Cairo and told the story of how they were set up by the government to carry out terrorist attacks, according to the reports.

Emnid Umfrage: Sagt die US-Regierung die ganze Wahrheit über die Anschläge des 11. September?
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In der neusten Ausgabe der Zeitschrift "Welt der Wunder" ist der Titelgeschichte eine Umfrage angehängt, zu der das renommierte Emnid Institut von der Redaktion beauftragt wurde.



Die Anschläge des 11. September 2001 veränderten die Welt - die USA marschierten in Afghanistan und im Irak ein,
Bürgerrechte wurden massiv beschnitten.
Glauben Sie, dass die US-Regierung der Weltöffentlichkeit die ganze Wahrheit über die Anschläge sagt?
NEIN            - 89,5 %
JA               -  9,2 %
Keine Antwort -    1,4 %



Einige Terrorakte der RAF in der BRD der 70er u. 80er Jahre sind bis heute nicht aufgeklärt.
Glauben Sie. dass deutsche Geheimdienste bei diesen Aktionen ihre Finger im Spiel hatten?
JA                 - 56.3 %
NEIN              - 36.6 %
KEINE ANTWORT -  7.1 %

Fast 40 Prozent der Bundesbürger glauben, dass es eine geheime Weltregierung gibt. Noch mehr halten die deutsche Regierung für kriminell – und jeder Zweite ist davon überzeugt, dass wir systematisch überwacht werden.

So die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage unter 1005 Frauen und Männern im Alter ab 14 Jahren des Emnid-Instituts – exklusiv im Auftrag für Welt der Wunder.

Das vollständige Ergebnis der Umfrage veröffentlicht Welt der Wunder in der Ausgabe 1/2011 (EVT: 23.12.2010). 



Unter dem Titel "Der heimliche Atomkrieg" berichtete die Zeitschrift bereits im März 2010 auf mehreren Seiten über Depleted Uranium Warfare- den Krieg mit Uranwaffen.



http://www.911video.de/news/020310/


TV Hören und sehen Artikel zum 11. September 2001

Detaillierter Bericht über die Unstimmigkeiten des 11. September 2001

http://www.911video.de/news/020909/

„Welt der Wunder“ war das erste Doku-Magazin im deutschen Privatfernsehen und ist die stärkste Marke im Bereich der Wissensformate in Deutschland. Produziert wird die Sendung von der in München ansässigen Welt der Wunder GmbH, die sich vornehmlich auf die Entwicklung von hochwertigen Film- und Fernsehformaten für den internationalen Markt spezialisiert hat. Die Welt der Wunder GmbH ist in Deutschland Marktführer im Bereich Wissenschaftsfernsehen und Dokumentation.

Mehr zu Welt der Wunder: www.weltderwunder.de

Internet-TV-Format:  http://www.wdwip.tv/
 

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http://www.manager-magazin.de/it/artikel/0,2828,276759,00.html

"Fest verankert im Zeitschriftenmarkt und in einer soliden finanziellen Verfassung sind wir bestens für die Herausforderungen des immer härteren Wettbewerbs gerüstet." Trotz des auch beim Marktführer im deutschen Zeitschriftenbereich ("TV-Movie", "Bravo", "Neue Revue") spürbaren Drucks zu vermehrten Rationalisierungen habe der Verlag keine größeren Personalabbaupläne.

Bauer ließ durchblicken, dass er den Aufbau einer Regionalzeitungsgruppe für denkbar hält. Falls sich eine Gelegenheit dazu ergeben sollte, wäre Bauer bereit, sich in die Reihe der Interessenten einzureihen. Konkrete Vorhaben nannte er allerdings nicht.

Die Verlagsgruppe hatte sich vergeblich um eine Übernahme des TV-Konzerns ProSiebenSat1 bemüht, der schließlich von dem US-Medienunternehmer Haim Saban gekauft wurde. Auf dem Berliner Zeitungsmarkt war Bauer vorübergehend als Interessent für den "Tagesspiegel" aufgetreten.

 

www.rtl2.de/Welt-der-Wunder      Das erste Doku-Magazin im deutschen Privatfernsehen


The ‘Opportunity of Crisis’: Nixon blamed the left for ’72 shooting of George Wallace
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The ‘Opportunity of Crisis’: Nixon blamed the left for ’72 shooting of George Wallace

Media blame following the Tuscon shooting tragedy parallels one of Richard Nixon’s worst ‘dirty tricks,’ when he attempted to “pin” George Wallace’s attempted assassin as a Leftist McGovern/Kennedy supporter in the media, and in manufactured evidence, before Bremer’s background or affiliation was known

Aaron Dykes
Prison Planet.com [1]
Saturday, January 15, 2011

 
   
   
   

Nixon’s scheme to use the attempted assassination of George Wallace for political gain– by seeking to brand assassin Arthur Bremer as a leftist– is a classic example of his re-election campaign’s all out “dirty tricks” political war against any and all enemies. Caught on tape in the Presidential recordings, the opportunistic manipulation of a tragedy in the national spotlight was a classic page out of the Nixon playbook– probably better recognized in our contemporary setting as a page out of the Rahm Emanuel-playbook [2], Obama’s former Chief of Staff and Chicago mayor hopeful. Emanuel famously quipped, “Never let a good crisis go to waste [3].” Now, political forces are very obviously trying to use [4] the tragic shooting of Rep. Gabrielle Giffords and its many victims for political gain via new tyrannical laws [5]. Nixon just wanted to get re-elected.

With the audacious grandstanding over the wounded and killed in Tuscon and all out mayhem in the media blame game [6], both the Left and Right wings of the political establishment have shamefully seized upon [7] Jared Lee Loughner’s shooting as an opportunity to ‘pin it’ on their enemies [8], outlaw criticism of public figures [9], stifle dissent [10] and turn free speech [11] into a privilege when it is a clearly defined right.

Ironically, under the guise of curbing inflammatory or potentially violent and surely “vitriolic” rhetoric to protect those who serve in Congress, many offensive “tragedy vultures” bearing gun control [12], hate speech or fairness doctrine legislation, have taken first blood, stinging their enemies with implication of guilt in a heinous murder spree, though these targets for blame have no connection to the crime.

As paralleled in Nixon’s actions following the attempt on Wallace’s life, the political powers of this country, and their partners in media, wasted no time in “pinning” political blame [13] on external forces within hours of the Tuscon incident, carefully coordinating an attack without even having a clear background of the accused assassin. The circumstances surrounding Loughner’s shooting are likely fresh on the readers’ minds. Here’s a parallel case, as revealed by the tape recorded reaction of President Nixon on May 15, 1972 mere hours after the shooting of presidential hopeful George Wallace, who was running in the 1972 Democratic primary before being shot by [convicted] assassin Arthur Bremer.

With a touching dose of Nixon’s well-known inner contradictions about calculating triangulations of strategies against multiple enemy fronts, or perhaps disconnected from the reality of the shooting and his political manipulation of the events, Richard Nixon first phoned his wife after learning of the shooting. Nixon wanted to inform her of the ‘problem’ conflicting with their pre-planned events. Nixon felt he had to take the night off to appear sympathetic. Nixon then phoned the wife of George Wallace to express sympathy and solidarity, commenting that “us people in politics have got to expect some dangers.” He then called to offer Ted Kennedy [14], not a candidate in 1972, the full protection of secret service. Later, after hatching the initial plan to politically damage both Kennedy and McGovern by associating them with the accused assassin, Arthur Bremer, Nixon seemed very concerned and asked his staff if he’d ‘done the right thing’ in offering Kennedy protection.

In between updates on the condition of Wallace, Nixon seems preoccupied with being the first to learn details about the assassin’s identity from the initial interrogations. He became frustrated when he learned that he couldn’t get someone into the jail to interrogate the shooter before the media learned about him first.

In this video, at about 6:46 minutes is two minutes of condensed audio WITH SUBTITLES from Richard Nixon’s presidential recordings on May 15, 1972 in the immediate hours after learning about the attempted assassination on George Wallace. A longer 17 minute excerpt [15] [listen [15]] includes these portions in greater context; clips of his conversation with Mrs. Nixon [16], Mrs. Wallace [17], Ted Kennedy [14]. 4 other excerpts not discussed directly in this article can be found at this site [18].

Alex Jones Show, Jan. 14, 2011: Is Government Attempting Nixonesque Dirty Trick with Loughner?

CUE AT 6:46 For Nixon Audio Tape (TRANSCRIPT BELOW)

Transcript of Nixon’s meeting to exploit the Wallace shooting
(Timecues=minutes in You Tube video above)

6:46 [President Richard Nixon – May 15, 1972 – Between 7:42 pm and 8:10 pm]
We’ve [...] to have the first report from the interrogation indicate that it was a McGovern / Kennedy supporter

6:56 [Nixon] Know what I mean? Rumors are going to flow all over the place. Put it on the left right away. Now, can you do that?

7:04 [Nixon] Who could you put it to that could kind of get it out?

7:06 [Chief of Staff H.R. “Bob” Haldeman] That’s Chuck [Colson, Counsel to the President] he knows better than I do

7:09 [Nixon] Okay. It must get out fast before they pin this on the right wing.

7:13 [Edit – Cut Point-- *BEEP*]

7:14 [Nixon]Be sure to pin the assassination– Just as they tried to pin the assassin– look could we play the game a little smart for a change?They pinned the assassination on Kennedy on the right wing- the Birchers

7:25: [Nixon] It was done by a Communist… And its the greatest hoax ever perpetrated. And I respectfully suggest- can we pin it on one of theirs?

7:38 [Colson] Well we can learn to agree. Bob? – [Haldeman / Nixon?] Sure

7:40 [Colson] No trouble at all. We’ll pursue in a hurry [this whole] student radical revolutionary; that’s easy.. the wire says he’s 21 years old, hell… the wire says [..?..]

7:51 [Nixon] Let’s say he was a supporter– just say he was a supporter of McGovern / Kennedy. Now just put that out. Just say that you have it on unmistakable evidence

8:04 [Haldeman] They got a previous arrest on the guy, so there ought to be a record on him [..?..] workplace–

8:08 [Nixon] Screw the record! Just say he was a supporter of ‘that’ and ‘that’ and put it out. Just say we have an authenticated report and- Chuck [Colson]… The thing is, tell your man this is a hot tip and give it to somebody that’s a friend [in the media].

[Edit – Cut Point-- *BEEP*]

8:23 [Haldeman] One of the concerns is that the press, or the local police or somebody else will get started on it and we won’t have any control of it

8:32 [Nixon] Stop it.

8:34 [Colson] You don’t have to sell it to this fellow [Clawson]. He says, ‘of course, of course he’s a student radical, naturally.’

8:38 […] [laughter]

8:40 [Colson] And I said, ‘of course, he’s from Wisconsin, that he worked in McGovern’s campaign.’ You don’t have to sell him. [Nixon] Good. [Colson] “He’s already convinced.”

END TRANSCRIPT

The FBI arrived at Bremer’s apartment before Nixon and Colson’s plan to plant leftist material and evidence of support for McGovern/Kennedy on Arthur Bremer could be carried out by E. Howard Hunt. According to Spartacus School [20], James Rowley, head of Secret Service, sent someone into the apartment without FBI cooperation who may have planted the material on Bremer on behalf of the White House.

Nevertheless, among the materials found in the apartment were materials supporting McGovern / Kennedy.

The next day, a 148 page diary was found in Bremer’s vehicle; some, including Gore Vidal, believe it was a planted forgery most likely placed by Hunt himself. The first sentence of this diary read “It is my personal plan to assassinate by pistol either Richard Nixon or George Wallace. I intend to shoot one or the other while he attends a campaign rally for the Wisconsin Primary”.

Evidence that Nixon had been targeted drew political blame away from his campaign and perhaps even motivated some sympathy. Later, supposed evidence of Arthur Bremer’s stalking Nixon during a campaign through Canada was also presented.

Bremer was convicted of shooting Wallace, and was imprisoned until his release on parole in 2007 [18]. George Wallace survived, but was paralyzed that fateful day after winning many Southern states throughout the primaries, and some in the North as well. Had Wallace’s support continued to grow across the country, it would have been a difficult supporter base to reconcile with the leftist base of McGovern or the Nixonian ‘silent majority’.

The AP reported on documents released in 2008 [21] that show the Nixon administration was monitoring Wallace’s impact on the ’72 race, classifying Alabama Gov. George Wallace as “a psychotic who could be useful in making trouble for his fellow Democrats.” Pat Buchanan, who worked in the Nixon White House, wrote in January of 1972 that “From an excellent source in Alabama comes word Gov. Wallace is ‘getting psychotic,’ that he has serious marital problems and that he is ‘not what he used to be,’ adding speculation that it would affect “just how much of an imbroglio he can create at the Miami Beach convention.”

According to researchers at Spartacus School [20], Arthur Bremer met with Counsel to the President Chuck Colson some 4 days before the shooting. That was relayed by Martha Mitchell, known for her big mouth, whose husband John N. Mitchell [22] was attorney general to Nixon and then, in ’72, director of the Committee to Re-elect the President (CREEP). Further Richard E. Sprague [23] wrote that Nixon dirty tricksters Donald Segretti and Dennis Cassini met Bremer and gave him money before his attempted assassination.

If these reports have any validity, the implications for the continued abuse of power through false flag and other contrived events, here again under Nixon, is astounding. Whether or not Bremer was a controlled element of the system or a lone nut, the Executive Branch attempted to seize upon the tragedy in order to yield political points for Nixon’s heated re-election bid at the expense of the ‘left.’ Nixon won the 1972 election against George McGovern in a record-setting landslide before leaving office under the auspices of a national scandal known best as “Watergate.”
—-

The age old tactic of blaming an enemy and seizing upon the ‘opportunity of crisis’ continued, of course, through the abuses of power of the White House in the years to come.

Hinckley, Reagan’s attempted assassin, blamed his interest in the movie Taxi Driver, reportedly based in part on Arthur Bremer, for his obsession with politically-left Jodie Foster. But Hinckley had a closer connection to family friend Vice President George Bush and his son Neil. Clinton blamed militia and radicals for Waco and the Oklahoma City Bombing, a massacre and staged false flag event, respectively. George W. Bush had 9/11, the PATRIOT Act and the wars in Iraq and Afghanistan, which were blamed on terrorists and which demanded a surrender of our freedoms in the homeland. Obama and Homeland Security Secretary Janet Napolitano grandstanded over the victims [24] of the Tuscon shootings, as he prepares to move on legislation proposed by his fellow travelers in Congress to further degrade the Bill of Rights. President Obama, with Rahm Emanuel’s playbook in hand, is poised to continue a legacy of ‘pinning’ it on the enemy and moving forward with an Anti-American agenda under the cover of tragedy.


Article printed from Prison Planet.com: http://www.prisonplanet.com

URL to article: http://www.prisonplanet.com/the-%e2%80%98opportunity-of-crisis%e2%80%99-nixon-blamed-the-left-for-%e2%80%9972-shooting-of-george-wallace.html

URLs in this post:

[1] Prison Planet.com: http://www.prisonplanet.com

[2] page out of the Rahm Emanuel-playbook: http://www.prisonplanet.com../rand-paul-reaction-to-arizona-shooting-manufactured-out-of-rahm-emanuel-playbook.html

[3] Never let a good crisis go to waste: http://www.youtube.com/watch?v=_mzcbXi1Tkk

[4] very obviously trying to use: http://www.prisonplanet.com../political-hacks-still-seek-to-exploit-shootings-before-bodies-are-buried.html

[5] via new tyrannical laws: http://www.prisonplanet.com../a-warning-to-enemies-of-the-1st-and-2nd-amendments.html

[6] media blame game: http://www.prisonplanet.com../poll-americans-reject-media-hoax-on-arizona-shootings.html

[7] shamefully seized upon: http://www.prisonplanet.com../facts-of-shooters-political-beliefs-do-not-match-liberal-talking-points.html

[8] enemies: http://www.prisonplanet.com../splc-blames-ayn-rand-david-icke-and-others-for-arizona-shooting.html

[9] outlaw criticism of public figures: http://thehill.com/blogs/blog-briefing-room/news/136895-dem-planning-bill-that-would-outlaw-threatening-lawmakers

[10] stifle dissent: http://www.prisonplanet.com../in-wake-of-giffords-shooting-the-mere-act-of-questioning-the-government-now-being-demonized.html

[11] free speech: http://www.prisonplanet.com../another-tragedy-vulture-exploits-victims-to-push-political-agenda-to-kill-free-speech.html

[12] gun control: http://www.prisonplanet.com../third-gun-control-bill-proposed-since-tucson-shootings.html

[13] wasted no time in “pinning” political blame: http://www.prisonplanet.com../congresswoman-6-others-killed-by-gunman.html

[14] called to offer Ted Kennedy: http://nixontapes.org/mp3/024-091.mp3

[15] longer 17 minute excerpt: http://nixontapes.org/mp3/339-004.mp3

[16] Mrs. Nixon: http://nixontapes.org/mp3/024-083.mp3

[17] Mrs. Wallace: http://nixontapes.org/mp3/024-089.mp3

[18] this site: http://nixontapes.org/wallace.html

[19] Image: http://www.stansberryresearch.com/pro/1011PSIENDVD/PPSILC35/PR

[20] Spartacus School: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFKbremer.htm

[21] AP reported on documents released in 2008: http://articles.sfgate.com/2008-12-03/news/17133538_1_nixon-papers-nixon-library-nixon-s-secretary

[22] John N. Mitchell: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFKmitchellJ.htm

[23] Richard E. Sprague: http://www.spartacus.schoolnet.co.uk/JFKcossini.htm

[24] Obama and Homeland Security Secretary Janet Napolitano grandstanded over the victims: http://www.prisonplanet.com../attempt-by-obama-operatives-to-turn-memorial-into-political-rally-backfires.html


Questioning 9/11 - Tony Benn – Former Member of British Parliament 1942 - 2001
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Tony Benn – Former Member of British Parliament 1942 - 2001. Longest serving MP in the history of the Labour party.  Former Minister of Technology.  Former Secretary of State for Industry.  Former Secretary of State for Energy.  Former Postmaster General.
  • Signatory: Petition For An Independent International Truth Commission On 9/11. "[T]he Bush administration has never offered a detailed and documented account of its claims about the events of 9-11 which have allegedly revolutionized human affairs. Nor has it explained obvious and serious discrepancies in its own statements and actions. No systematic proof has ever been published or offered as to who the terrorists were, how they operated, where they came from, and why they were not stopped. ...

    The Kean-Hamilton panel’s limited funding from Congress makes a mockery of the tragedy of 9-11, considering that it is only a small fraction of the huge sums spent to investigate Bill Clinton. ...

    We therefore call upon statesmen, thinkers, journalists, investigators, artists, scientists, jurists, academics, humanitarians, religious leaders, activists and other eminent personalities from around the world to form an Independent International Truth Commission dedicated to preventing unproven assertions about 9-11 from setting the stage for a new world conflagration." http://iitc.911review.org/


  • Bio: http://en.wikipedia.org/wiki/Tony_Benn

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